Kimmich on Fire

Klassik Radio Meinungssache

kimmich-on-fire © Fotolia_Orlando Bellini
Nicht Will Grigg war gestern "On Fire", sondern die DFB-Elf. Das Achtelfinale haben Jogis Jungs erreicht, aber welches Urteil hat die Presse nach dem Sieg gegen Nordirland? Die Pressestimmen.
Spiegel Online

Hat Löw seine EM-Mannschaft gefunden? So einfach ist es nicht. Dass Kimmich gefühlt Außenstürmer spielte, blieb defensiv zwar ohne Folgen. Doch das lag auch am Gegner, dessen Kontertaktik (lange Bälle auf die einzige Spitze Conor Washington) in etwa so gefährlich war wie die Flanken von Benedikt Höwedes. Gegen einen stärkeren Gegner wäre eine solch mutige Aufstellung sehr riskant. Sie wäre aber auch eine erfreuliche Ausnahme bei dieser von Defensivfußball geprägten Europameisterschaft.

Zeit

Gruppensieger, noch ohne Gegentor. Es gibt Schlimmeres. Und jetzt, wo wieder so etwas wie Spielkultur zu erkennen ist, kann die EM losgehen, wir wären soweit. Ihr auch, DFB? Einzige Schrecksekunden am Abend: Jerome Boateng, der Riese, musste nach 75 Minuten raus. Er hatte Muskelprobleme. Im Achtelfinale soll er aber wieder spielen können. Dann wird es gegen einen der Gruppendritten gehen, höchstwahrscheinlich die Slowakei. Gegen die ging übrigens der letzte Test vor der EM verloren. Gewinnen die Deutschen diesmal wartet im Viertelfinale der Sieger aus dem Achtelfinall-Brüller Italien gegen Spanien. Spätestens da braucht es also wieder ein Spiel nah an der ARD-Perfektion. Mindestens.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Am Ende sangen nur noch die Zuschauer in Grün. Und wie. Der deutsche Block war schon eine ganze Weile so gut wie leer, aber die nordirischen Fans feierten sich und ihre Mannschaft noch mehr als eine Viertelstunde nach Abpfiff voller Hingabe. Damit erteilten sie Fußball-Europa eine weitere frisch-fröhliche Lektion, was Stimmgewalt und positive Unterstützung angeht – leider ja in einer solchen Mischung nicht selbstverständlich bei dieser EM. So war das Gruppenfinale zwischen Deutschland und Nordirland im Pariser Prinzenpark schon atmosphärisch ein rundum stimulierendes Erlebnis, zumal in diesem Stadion voller Charme und Vibrationen. Sportlich war es eine einseitige Sache: Da gab allein der Weltmeister den Ton an. Aber auch das machte Eindruck.

Stern

Deutschland steht also im Achtelfinale. Als Tabellen-Erster. Und doch ist es ein eigenartiges Turnier, das diese deutsche Nationalmannschaft da spielt. Auch nach drei Spielen lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen, wie gut diese Elf wirklich ist. Sie müht sich, das schon. Doch eine Partie ohne gravierende Mängel durchzuspielen ist ihr bislang nicht gelungen. Man wird bis auf weiteres auf das Urteil der Beteiligten vertrauen müssen, wenn man zu dieser Mannschaft hält. Die klingen weiter, als sei für jede Form von Zweifel kein Anlass. "Jetzt beginnt das Turnier erst, mit dieser Mannschaft ist alles möglich", verkündete Mario Gomez, bevor er frohgemut dem Ausgang entgegenstrebte. Es wird ernst. Endlich. 

Süddeutsche Zeitung

Vom Panther inspiriert ins Achtelfinale: „Die DFB-Elf vergibt beim 1:0 gegen Nordirland so viele Chancen wie selten – doch am Ende findet nur ein Schuss von Mario Gomez den Weg ins Tor. Thomas Müller scheitert unzählige Male. Löws Experiment mit Joshua Kimmich gelingt – das Achtelfinale ist erreicht.“
   

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