Mehr als eine Arie

Turandot

mehr-als-eine-arie © Lorenzo Gaudenzi
Heute vor 90 Jahren fand in der Mailänder Scala die Uraufführung von Giacomo Puccinis letzter Oper Turandot statt.
Puccini war nach den Arbeiten an seinen vorherigen Opern an außergewöhnlichen Handlungen und Heldinnen interessiert und überlegte schon länger den Turandot-Stoff zu verwenden. Die Vorlage für die aus drei Akten bestehende Oper liefert eine persische Sage aus dem 17. Jahrhundert. Das Libretto wurde von Giuseppe Adami geschrieben und handelt von einer chinesischen Prinzessin, die sämtliche fürstliche Brautwerber köpfen lässt, die ihre drei vorgegebenen Rätsel nicht lösen können. Der eigentlich tragische Ausgang der Geschichte, wurde von Puccini ins Gegenteil verändert.

Puccini selbst konnte die Arbeiten an der Oper nicht mehr vollenden. Erst nach seinem Tod wurde die Oper anhand von Puccinis Notizen von seinem Schüler Franco Alfano vollendet. Nach der Uraufführung wurde berichtet:

„Aufgrund seiner früheren Erfolge, und da man einem Toten nichts Schlechtes nachsage, wurde der 1. Aufzug mit stürmischen Beifall empfangen. Nach dem 2. Aufzug, war der Applaus nur noch der Form halber höflich. Während des dritten Aufzuges legte Toscanini nach dem Tode der Liù den Taktstock nieder und sprach: 'Hier endet das Werk des Meisters. Danach starb er.' Woraufhin ein ergriffenes Schweigen im Raum schwebte, bis eine Stimme aus den Rängen rief: 'Viva Puccini!' und ohrenbetäubender Jubel brach los.“

Zunächst war Turandot beim Opernpublikum weniger beliebt, inzwischen ist es aber zu einem wahren Publikumsliebling geworden. Die Arie „Nessun dorma“ ist heute eine der beliebtesten Tenorarien überhaupt.

   

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