Mehr Fragen als Antworten

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„Linke Allgemeine Verunsicherung“, „Ratlose Revolutionäre“ oder „Hochfliegende Ziele und tieffliegende Torten“. Der Parteitag der Linken hat viele Fragen aufgeworfen: die künftige Strategie der Partei bleibt eher unscharf. Einem Beschluss zufolge will die Linke soziale Themen stärker betonen und den Kampf gegen rechts verschärfen. Sehr viel mehr kam am Wochenende in Magdeburg aber auch nicht rum. Abgesehen von der Tatsache, dass Fraktionschefin Sahra Wagenknecht den Parteitag als gefeierter Star verlassen konnte. Nach einer Tortenattacke von Aktivisten hatten sich ihre Parteifreunde demonstrativ hinter Wagenknecht vereint. " Der Tortenwerfer ersparte der Partei eine heikle Debatte über die Flüchtlingspolitik“, schreibt die FRANKFURTER RUNDSCHAU: „Auch die Bedrohung, die von der sogenannten Alternative für Deutschland ausgeht, wurde seltsamerweise umschifft. So macht sich Ratlosigkeit breit. Die Partei hat nämlich das Problem, dass vor allem ihre westdeutsche Wählerschaft sie wählt, weil sie als flüchtlingsfreundlich gilt. Die ostdeutsche Wählerschaft findet aber gerade das gar nicht gut. Nun läuft sie in Scharen zur AfD über und macht der Linken ihren angestammten Platz als ostdeutsche Volkspartei streitig".

"Der Tortenwurf von Magdeburg hat das wahre Dilemma der Partei in den Hintergrund gedrängt", unterstreicht das STRAUBINGER TAGBLATT. "Sie wirkt nicht nur saft- und kraftlos, wie Gregor Gysi ihr mitleidslos attestiert. Sie weiß auch nicht, was sie wollen soll: Opposition um jeden Preis, gewürzt mit jeder Menge Moralin und einer Prise Klassenkampf - oder irgendwann doch ein rot-rot-grünes Bündnis im Bund?"

SPIEGEL ONLINE stellt fest: „Es gibt innerhalb der Linkspartei die Sozialistische Linke, die Antikapitalistische Linke und die Emanzipatorische Linke. Es gibt linke Linke und rechte Linke und linke in der Mitte. Was es nicht gibt, ist: Eine einheitliche Erzählung, was diese Partei will - dagegen sein oder dabei?“

Und die TAZ meint: „Es gibt zwei gute Nachrichten für die Linkspartei: Sie ist stabil. Und sie kann auch ohne Gysi und Lafontaine existieren. Man verwaltet das Image Protestpartei. Eine schlüssige Strategie gegen die Erfolge der AfD? Fehlanzeige. Die Stabilität hat einen hohen Preis – nämlich intellektuelle und politische Bewegungsunfähigkeit.“
   

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