Millionenhilfe für Milchbauern - Pressestimmen

Nach dem Milchgipfel ist vor dem Milchgipfel

millionenhilfe-für-milchbauern-pressestimmen © Klassik Radio
„Dünnes Ergebnis“ und „kein Durchbruch“ schreiben die einen; die anderen fragen: „Hoffnung für Milchbauern? Beim gestrigen Milchgipfel hat die Bundesregierung den Milchbauern Soforthilfen von mindestens 100 Millionen Euro zugesagt. Aber reicht die Unterstützung, um die Existenz der Milchbauern zu sichern? Und: soll der Staat überhaupt regulierend eingreifen?
"Die hundert Millionen Euro 'plus x' vom Staat, die Agrarminister Christian Schmidt in Aussicht stellte, sind viel zu wenig“, meint die FAZ. „Vorsichtig kalkuliert, macht ein solcher Bauernhof bei aktuellen Preisen in jedem Monat 2500 Euro Verlust; Schmidts Not-Millionen brächten aber nicht einmal 1500 Euro pro Hof. Das ist nicht mehr als ein Feigenblatt für die Bundesregierung.“

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG verweist auf Preisstaffelungen als ein weiteres Problem: "So ist es in der Branche üblich, dass Produzenten, die viel Milch liefern, einen höheren Literpreis von ihren Molkereien bekommen als jene, die weniger liefern - ein falscher Anreiz, der dazu führt, dass noch mehr produziert wird. Völlig illusorisch wäre es auch, darauf zu hoffen, dass die Bauern von sich aus weniger liefern werden. Dafür ist ihre Zahl viel zu groß.“

Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg schreibt: „Der Glaube, mit der Geldspritze durch die Milchkrise zu kommen, ist eine Milchmädchenrechnung. Auch die Verbraucher sind gefragt: Wenn es Supermarkt-Kunden belohnen, dass Milch zum Niedrig-Preis verschleudert wird, werden die Milchbauern chancenlos sein".

Der FRÄNKISCHE TAG aus Bamberg kommentiert: "Glückliche Kühe auf grünen Wiesen sind weniger wirtschaftlich als Milchfabriken, aber allgemein erwünscht. Also muss Qualität massiv gefördert werden: die der Tierhaltung, die des Produkts, und die der Kulturlandschaft."

Das Fazit der NÜRNBERGER NACHRICHTEN lautet: "Die Entscheidung, den gefährdeten Bauern mit Soforthilfen von mindestens 100 Millionen Euro unter die Arme zu greifen, ist schlicht falsch. Weil der nach wie vor gut subventionierte Berufsstand der Bauern das Risiko zu tragen hat und nicht der Steuerzahler. Dass der Milchmarkt nun tatsächlich ein Markt geworden ist, ist richtig. Und, so traurig das ist, dazu gehört auch, dass es keinen Anspruch auf das wirtschaftliche Überleben eines Betriebs gibt."
   

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