Mind Wandering - wenn die Gedanken schweifen

Und wie Sie fokussiert bleiben

mind-wandering-wenn-die-gedanken-schweifen © FORMAT (c)Fotolia_Kerim
Das kennen Sie alle: Sie sitzen im Auto, fahren und denken so vor sich hin und wissen am Ende gar nicht mehr, wie Sie eigentlich nach Hause gekommen sind. “Mind wandering” nennen das die Experten, also “Gedanken-Wandern”.
Eine Studie aus Amerika hat jetzt gezeigt, dass 70 Prozent aller Autofahrer beim Fahren ihre Gedanken schweifen lassen. Im Auotosimulator wurden die Probanden an ein EEG angeschlossen, um die Gehirnströme, die mit dem Gedankenschweifen in Verbindung stehen zu testen. Wie gefährlich Mind Wandering beim Autofahren ist, soll jetzt weiter erforscht werden. Aber das passiert nicht nur beim Autofahren.
 
Auch während der Arbeit sind wir nicht ganz mit den Gedanken bei dem, was wir gerade machen. Im Schnitt fangen wir alle 11 Minuten etwas Neues an. 57 Prozent aller begonnenen Arbeitsvorgänge machen wir dann gar nicht zu Ende. Zu Hause geht es weiter. Fast jeder Zweite nutzt die Zeit beim Fernsehen, um gleichzeitig im Internet zu surfen. 

Warum ist das so?
Das Ankommen neuer Reize führt dazu, dass das Gehirn Dopamin ausschüttet. Der Botenstoff sorgt im Belohnungssystem des Gehirns dafür, dass wir uns gut fühlen. Ausgeschüttet wird Dopamin beim Sport, durch Drogen, beim Sex; aber eben auch durch kleine Impulse, die uns etwa über den Bildschirm unseres Computers, Tablets, Smartphones erreichen: aufflackernde Angebote, einkommende Nachrichten, "Gefällt mir"-Kommentare.
Im Gehirn führt der stete Dopamin-Ausstoß zu einer positiven Feedback-Schleife: Wir werden dafür belohnt, dass wir uns nicht mehr konzentrieren, und suchen deswegen permanent nach Stimuli von außen.

Was können wir dagegen tun?
Dass unsere Gedanken abschweifen, haben wir in dem Moment meist kaum unter Kontrolle. Aber lernen können wir es. Wichtig ist Entschleunigung durch regelmäßige Offlinezeiten. schalten Sie mal bewusst das Handy oder den PC aus oder löschen Sie die Facebook App von Ihrem Handy. Außerdem ist ausreichend Schlaf wichtig. Und eine sehr gute Möglichkeit: Regelmäßige Meditationspraxis. Versuchen Sie es mal, wenn Sie zwei Mal am Tag 20 Minuten üben, die schweifenden Gedanken wieder einzufangen, hilft Ihnen das im Alltag ungemein. Und am Ende sparen Sie viel Zeit in der Arbeit.
Übrigens sind wir laut einer anderen Studie viel glücklicher, wenn wir bei der Sache sind. Sogar dann, wenn unsere Gedanken in schöne Tagträume schweifen. 


 



   

Unser Service

Für die besten Hörer in Deutschland

Musik der Extraklasse

Finden Sie im Klassik Radio Shop

Newsletter

Wir halten Sie auf dem laufenden mit unserem Premium Newsletter

Social Media

folgen Sie uns

Die PLaylist

Was lief wann?

Länder dieser Erde

Von gutem Geschmack für guten Geschmack

Die Webcam

Der schönste Blick auf Augsburg