Nichts ist gut in Österreich - Presseschau

Van der Bellen gewinnt Präsidentenwahl

nichts-ist-gut-in-österreich-presseschau © somartin / Fotolia.com
Knapp, knapper, Österreich. 31.026 Stimmen waren letztlich ausschlaggebend. Der nächste Bundespräsident in Österreich heißt Alexander Van der Bellen.
Der ehemalige Wirtschaftsprofessor, elf Jahre lang Parteichef der Grünen, wird das Land in den nächsten sechs Jahren nach innen und außen repräsentieren. Der Rechtspopulist Norbert Hofer von der FPÖ hat die Wahl verloren. Aber wie geht es weiter mit dem tief gespaltenen Österreich und was bedeutet diese Wahl für die Zukunft Europas?

„Alles noch mal gut gegangen in Österreich? Nein. Nichts ist gut in Österreich“, meint die BILD-Zeitung. „Die Hälfte des Landes hat für einen Mann gestimmt, dessen Politik sich auf den Satz reimt: „Österreich zuerst!“ Die rechtspopulistische FPÖ hat die Maßstäbe im Land längst verschoben, sie regiert längst mit bei unseren Nachbarn. Die Große Koalition hat es ihr leicht gemacht, das Land unter sich aufgeteilt und so den wütenden Wunsch nach Veränderung geweckt – ganz egal, welche. Die Sieg Van der Bellens erinnert en ein letztes Aufgebot, den Aufstieg des Rechtspopulismus stoppt das nicht.“

STERN-Online titelt: „Warum die Vernunft der Mehrheit verblasst“ und schreibt:  „Der Verlierer hat gefühlt gewonnen. Europas rechtsextreme Internationale jubelt und wittert eine Zeitenwende hin zum politischen Darwinismus, der alles beiseite pflügt, was ausländisch, homosexuell oder weltoffen ist. Ob Sieg oder nicht - das knappe österreichische Votum werden sich all die anderen ultrakonservativen Parteiführer ausleihen, um ihren nationalen ausländerfeindlichen Kurs quasi amtlich zu legitimieren.“

Auch die STUTTGARTER NACHRICHTEN sind skeptisch: „Die Stimmung in dem politisch so verunsicherten Land ist keine Van-der-Bellen-Stimmung. Das Votum für den 72-Jährigen ist eine Melange aus roten und grünen, aus liberalen und konservativen Wählern, die für eine kurze demokratische Sternstunde nur eines zusammengeführt hat: ihr Nein zu Hofer.“

Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG traut Van der Bellen mehr zu: "Mit seiner Gelassenheit, Toleranz und Widerständigkeit gegen die Zumutungen von Konformismus und Spießertum, verkörpert der 72-Jährige eine sehr sympathische Seite der österreichischen Identität. Man dürfte sich nicht wundern, wenn der Grüne ein sehr populäres Staatsoberhaupt würde. Der Republik würde es gut tun".
   

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