Paganini - der Vampire mit der Violine

Wenn Musik unsterblich macht.

paganini-der-vampire-mit-der-violine © Hetty Krist
Ein hagere, blasse Gestalt, den Unterkiefer ohne Zähne und die Haltung etwas krumm. So soll er ausgesehen haben der Vampire mit der Geige. Einen Pakt mit dem Teufel soll er geschlossen und so sein virtuoses Geigenspiel erlernt haben. Das Geigenspiel, das ihm diesen überwältigen Ruhm in der ganzen Welt einbrachte. Paganini kam am 27. Oktober 1782 in Genua zur Welt.
Als Kind überlebt er, wie durch ein Wunder, die Masern und durfte von da an nicht mehr mit anderen Kindern draußen spielen. Also musste der junge Niccoloò zu Hause beschäftigt werden. Sein Vater war Instrumentenbauer, wie fast jeder in der  Familie Paganini. Also sollte das Kind Violinen Unterricht bekommen. Sein Vater soll ein sehr strenger Mann gewesen sein, der in endlos üben ließ. Also lernte der begabte Junge Gitarre, Geige und später auch das Komponieren.

Er war DER Geigenvirtuose seiner Zeit und war ab 1810 nahezu ständig auf Tour. Seine Konzerte brachten ihm nicht nur Ruhm, sondern bis an sein Lebensende viel Geld ein. Aber wo es erfolgreiche Menschen gibt, da gibt es auch immer Andere, die darüber reden. Und in Paganinis Fall wurden nicht nur Gerüchte sondern ganze Mythen um ihn erfunden: Er habe seine Seele an den Teufel verkauft. Er sei ein Kind des Teufels oder ein Hexer. Anders konnten sich die Menschen sein virtuoses und außergewöhnliches Spiel nicht erklären. Hinzu kam sein verschrobenes Äußeres, das ihn kränklich und unheimlich aussehen ließ. Also ob er gerade einem Grab entstiegen sei, betrat er die Bühnen. Klapperdürr und leichenblass, wie ein Vampir. In Wahrheit soll er ein echter Lebemann gewesen sein: Neben dem Musizieren waren die Frauen und das Glücksspiel seine größten Leidenschaften.

Als jedoch seine schlechte körperliche Verfassung immer mehr von der Bühne und in sein Bett trieb, musste er seinen Lebensabend zurückgezogen und geplagt von vielen Krankheiten verbringen.

Er hinterließ der Welt 15 Violinen, darunter sieben von Antonio Stradivari, vier von Giuseppe Guarneri und zwei von Nicola Amati. Zudem zwei Violen von Stradivari, vier Violoncelli, sowie eine Gitarre. Seine Kompositionen und sein Spiel sind bis heute legendär und unvergessen.

2013 wurde Niccolò Paganini von David Garrett in Bernard Roses Literaturverfilmung Der Teufelsgeiger gespielt.



   

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