Pavarottis 10. Todestag

Wir erinnern uns an den großen Startenor

pavarottis-10-todestag © Universal
Vom Volksschullehrer zum Superstar und Multimillionär. Diesen Traum lebte Luciano Pavarotti, der heute vor 10 Jahren gestorben ist.
In den 1950er Jahren studierte er Pädagogik und jobbte nebenher als Versicherungsvertreter, um sich sein Studium zu finanzieren. Er unterrichtete zwei Jahre lang an einer Volksschule in seiner Geburtsstadt Modena.

Der Bäckersohn aus Norditalien wechselte jedoch schon bald in die Musik. Sein Bühnendebut gab er am 29. April 1961 am Theater von Reggio Emilia in der Oper „La Bohème“ als Rudolf. Pavarotti wurde in seiner Sängerlaufbahn zum ersten Star der Klassikszene, der mit seinen CDs auch in den  Hitparaden der Unterhaltungsmusik gelistet wurde. Zusammen mit Maria Callas ist er der bestverkaufte Klassikstar. Außerdem hält Pavarotti den Weltrekord für den längsten Applaus: 67 Minuten lang klatschte das Publikum an der Deutschen Oper in Berlin, als er dort den Nemorino in Donizettis „L’elisir d’amore“ sang. Diese Begeisterungsstürme waren auch verdient, wie Pavarotti unter anderem in der Oper „La fille du régiment“ bewies. Neun hohe Cs nacheinander muss der Tenor dort in der Arie „Ah! Mes Amis“ singen! Diesen Kraftakt beherrschen nur wenige Sänger – Pavarotti nahm die Noten mit Leichtigkeit.

Auch wenn der umschwärmte Publikumsliebling auf der ganzen Welt auftrat, nahm er ein Stück seiner Heimat mit auf die Reisen. Er hatte immer zwei blaue Koffer unter seinem Gepäck. Darin transportierte er Zutaten seiner geliebten Heimatküche aus Italien: Parmesan, Parmaschinken, Olivenöl und noch viele weitere Spezialitäten. Nach seinen Konzerten kochte er dann für sich, für Freunde und ab und zu auch für Fans italienische Gerichte. In München wohnte er im Bayrischen Hof in Zimmer 525. In dieser Suite wurde extra für ihn eine Küche eingebaut. Auch in Hamburg hatte das Hotel Le Royal Meridien eine 15.000 Euro teure Küche in seine Zimmer einbauen lassen. Nach seinem Aufenthalt wurde die Küche nicht mehr gebraucht und für einen guten Zweck versteigert.

Der grandiose Tenor starb mit 71 Jahren nach einer langen Krankheitszeit in seinem Haus in Modena. Die Trauermesse vom 8. September wurde im Fernsehen weltweit übertragen, sogar Papst Benedikt XVI. schrieb ein Beileidswort, das vom Erzbischof Benito Cocchi vorgelesen wurde. Seine großartige Stimme bleibt bis heute unvergessen.

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