Pilze, Schinken, Artischocken, Paprika und Antonio

338 Jahre Antonio Vivaldi

pilzen,-schinken,-artischocken,-paprika-und-antonio © Klassik Radio
Die Mozartkugel ist nach dem Komponisten und Klaviervirtuosen Wolfgang Amadeus Mozart benannt, der Melba-Toast geht auf die australische Opernsängerin Nelli Melba zurück und die Tournedos Rossini verdanken wohl dem berühmten italienischen Opernkomponisten Gioachino Rossini ihren Namen - aber welcher Musiker passt zu der „Quattro Stagioni“ -Pizza ? Naja, zugegeben: Der Bezug lässt sich wohl nicht allzu leicht erkennen und erscheint auf den ersten Blick vielleicht auch etwas weit hergeholt.
Aber worum geht es denn nun? „Quattro Stagioni“ heißt übersetzt  „Vier Jahreszeiten“.  Haben Sie jetzt vielleicht eine Idee? ...

… Na klar, es geht um keinen Geringeren als den berühmten Komponisten Antonio Vivaldi, der durch seine „Vier Jahreszeiten“  das barocke Solokonzert geprägt und Musikgeschichte geschrieben hat. Noch heute gehört sein Violinenkonzert zu dem Standardrepertoire der klassischen Musikliteratur. Der venezianische Komponist und Violinist wird am 4.März 1678 in Venedig geboren. Vivaldis Geburt lässt im wahrsten Sinne des Wortes die Welt erbeben.  Angeblich kommt er während eines Erdbebens zur Welt, weshalb Vivaldi notgetauft werden muss.  In seiner Kindheit lernt der junge Antonio bei seinem Vater das Spiel auf der Geige und offenbart schon früh seine außergewöhnliche Begabung. Im Alter von 25 Jahren wird Vivaldi zum Priester geweiht und gibt neben den Messen regelmäßig Violinunterricht für die Kinder des Waisenhauses „Ospedale della Pietà“ in Venedig. Das Engagement am Waisenhaus wird mit der Zeit zu seiner Hauptbeschäftigung, da er das Priesteramt aufgrund gesundheitlicher Probleme niederlegt. So kann sich „Il Prete Rosso“ -der rote Priester- (aufgrund seiner roten Haare wurde Vivaldi so genannt) ausschließlich der Musik widmen. Das systematische Experimentieren mit der Ritornellform und den Prinzipien der Mehrchörigkeit bringt die ersten Solokonzerte für Violine, Fagott, Oboe oder Flöte hervor. Auch im Bereich der Oper versucht sich der Barockkünstler und komponiert Werke wie Fernace oder Motezuma . Vivaldi stirbt am 28.Juli 1741 im Alter von 63 Jahren in Wien. Vergessen werden wir ihn aber nicht so schnell.

Und zu seinem  338. Geburtstag darf man doch ruhig mal behaupten, die Pizza „Quattro Stagioni“ gehe auf Vivaldis Welthit zurück. Verdient hätte er es sich allemal, in einer Reihe mit Mozarts Kugeln, Rossinis Tournedos und Melbas Toast zu stehen! – Und woher soll der Name der Pizza denn auch sonst kommen?

   

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