Portugal ist Europameister - Pressestimmen

Von "Ging so" bis "Tja" - das Fazit der EM

portugal-ist-europameister-pressestimmen © Fotolia_7Smileus
„La Grande Tristesse“. Die Gastgeber sind gescheitert. Frankreich hat das EM-Finale gegen Portugal verloren.
Geweint haben aber nicht nur die Franzosen, sondern auch Portugals Superstar Christiano Ronaldo, denn der  musste schon nach 25 Minuten verletzt vom Platz getragen werden. Zuerst weint Ronaldo Tränen des Schmerzes und der Verzweiflung, zum Schluss dann dicke Freudentränen. Die Portugiesen gewinnen zum ersten Mal überhaupt ein wichtiges Turnier. Und dass, obwohl sie in der Vorrunde drei Mal unentschieden gespielt haben und gerade so als Gruppendritter überhaupt weiterkam, hinter Island und Ungarn! Aber wie schreibt ZEIT Online so schön: „Tja. Der Fußballgott erlaubt sich alle 12 Jahre einen Scherz und lässt bei den Europameisterschaften ein Team gewinnen, das es nachher selbst kaum glauben kann. 1992 war es Dänemark, 2004 Griechenland und 2016 nun eben Portugal“.

„Mit Portugal hat sicher nicht die aufregendste Mannschaft den Titel gewonnen“, meint das Internetportal SPORT 1. „Unverdient ist der Erfolg trotzdem nicht. Trainer Santos hat es geschafft, ein Team zu formen, das als Gruppe hervorragend funktioniert. Der Zusammenhalt der Portugiesen war vorbildlich.“

Die HESSISCHE NIEDERSÄCHSICHE ALLGEMEINE blickt auf die gesamte EM zurück und urteilt: "Ging so. Das Turnier hat es nicht geschafft, einen durch und durch zu fesseln. Warum? Eine EM auf 24 Mannschaften aufzublähen, hat sich als Fehler herausgestellt, das Niveau hat erheblich gelitten. Angesichts des aufgeweichten Modus, dass selbst die meisten Gruppendritten weiterkommen, entstand erstens Verwirrung und zweitens Langeweile. Viel taktisches Geplänkel. Kaum taktische Innovationen. Wenig Kurioses. Und keine Typen, die sich überraschend in den Vordergrund spielten. Hätte es die Isländer und ihr Huh-Ritual nicht gegeben, würde von der EM nicht viel in Erinnerung bleiben.“

Auch DIE WELT meint: „Müde Profis und ein um acht Teilnehmer aufgeblähter Modus machten das Turnier zu einer zähen Veranstaltung. Die denkwürdigen Momente entstanden abseits des Feldes. Die EM 2016, sie war eine Europameisterschaft der Fans. In Zeiten von Brexit und Rechtspopulismus entwickelten sie einen Leitfaden, wie Europäer miteinander umgehen und leben sollten.“

Und STERN ONLINE blickt in die Zukunft: „Sollte Löw zurücktreten, wäre Heiner Brand vielleicht der richtige für die Nationalelf, oder, wie der große Fußballphilosoph Nilz Bokelberg sie unlängst umtaufte, "La Handschaft". Bis zur nächsten Europameisterschaft lassen die Verrückten von der Uefa dann vielleicht auch wieder die Kinder der Spieler nach dem Match aufs Feld. Zumindest, wenn man ihnen vorher Coca-Cola oder McDonald's auf die Stirn tätowiert. Und dann regen wir uns wieder auf: Über den ewigen Ronaldo, den unverschämten Scholl, der sich anmaßt, das DFB-Regime zu kritisieren, dass Özil nicht die Hymne singt - und natürlich die rappeldoofen Terror-Tweets der Twitter-Irren Beatrix von Storch. Toll!“
   

Unser Service

Für die besten Hörer in Deutschland

Musik der Extraklasse

Finden Sie im Klassik Radio Shop

Newsletter

Wir halten Sie auf dem laufenden mit unserem Premium Newsletter

Social Media

folgen Sie uns

Die PLaylist

Was lief wann?

Länder dieser Erde

Von gutem Geschmack für guten Geschmack

Die Webcam

Der schönste Blick auf Augsburg