Oscars 2016 Teil 2 - Morricone im Glück?

Schmidts Aftershowparty Teil 2

schmidts-aftershowparty-teil-2 © Klassik Radio
Gut zehn Meter ist der Rote Teppich lang. Insgesamt bietet er 3700 m² Fläche zum Posieren. Und um die riesige Stoffansammlung glatt zu kriegen, bedarf es rund 600 Arbeitsstunden. Gestern Nacht sind mal wieder Hunderte von Hollywood-Stars darüber geschritten bei der 88. Oscar-Verleihung. Bei der ersten, vor 87 Jahren, kosteten die Tickets 5 Dollar, nach einer Viertelstunde war alles vorbei. In der vergangenen Nacht dauerte die Gala über 3 ½ Stunden - Florian Schmidt feiert die Gewinner und erzählt Kuriositäten.
Die meisten Oscars, nämlich insgesamt sechs, gewann dieser Film. „Mad Max“ to the Max – das war das Motto, zumindest der ersten Hälfte der Oscar-Gala. Die dominierte der Action-Kracher des australischen Regisseurs George Miller, der auch schon die drei ersten „Mad Max“-Filme gedreht hatte, und den ganzen Abend über von seinen Oscar-gewinnenden Crew-Mitgliedern gelobt wurde. Diese sechs Oscars gab’s allerdings „nur“ in Nebenkategorien. Und was machte der Mann mit dem heikelsten Job des Abends, wie war Moderator Chris Rock? Der teilte in seiner Eröffnungsrede ordentlich aus und widmete seinen Monolog ausschließlich dem Thema OscarsSoWhite. Und er zeigte, welche Rollen afroamerikanische Schauspieler in den nominierten Filmen hätten einnehmen können. Für uns waren natürlich vor allem die Musikkategorien spannend: Der beste Song – ging – nach Adeles Sieg für „Skyfall“ vor drei Jahren – wieder an einen Bond-Film: Sam Smith gewann für „Writings on the Wall“ in „Spectre“. "Ich stehe hier heute als stolzer Schwuler", sagt Sam Smith.  Und besonders spannend war die Frage, wer den Filmmusik-Oscar gewinnen würde: der 87-jährige Ennio Morricone oder der 84-jährige John Williams. Und das war der berührendste Moment eines insgesamt doch recht zähen, oft langweiligen und dahinplätschernden Abends: als diese lebende Legende begleitet vom tosenden Applaus der Anwesenden langsam auf die Bühne geführt wurde und sich bedankte. Und Morricone zollte seinem langjährigen Mitstreiter und Filmmusik-Kollegen John Williams seinen Respekt. Mit 87 Jahren also gewinnt Ennio Morricone seinen ersten Filmmusik-Oscar. Das war mehr als überfällig. Insgesamt war die 88. Oscar-Verleihung zu oft schleppend und langweilig, hatte aber ein paar schöne und berührende Momente (Morricone), wenige Überraschungen (Spotlight, Marc Rylance), ein bitter-böse Chris Rock Momente und endlich einen mehr als verdienten Oscar für Leonardo DiCaprio. Trotz aller Kritik (zu weiß, zu lang, zu wenig innovativ) - auch im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei.

Lesen Sie hier Teil 1 von Florian Schmidts Aftershowparty.
   

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