Schmidts Oscar-Tipp: Beste Filmmusik

Florian Schmidt analysiert die Oscars

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Welcher ist der beste Film des Jahres? Der versierteste Regisseur? Der talentierteste Schauspieler? Bekommt Leo DiCaprio endlich seinen Oscar? All diese Fragen werden in einer Woche beantwortet – bei der 88. Verleihung der Oscars. Jeden Tag nimmt sich Klassik Radio Filmexperte Florian Schmidt eine wichtige Kategorie zur Brust und schaut mal auf die Favoriten.
Beste Filmmusik - wer ist nominiert, wer ist Florian Schmidts Favorit?

Es werden sehr wahrscheinlich zwei Herren unter sich ausmachen, die zusammen 171 Jahre alt sind. Die beiden Altmeister Ennio Morricone, 87, und John Williams, 84, haben die besten Chancen auf den Filmmusik-Oscar.  Das ist Musik von John Williams aus Star Wars Episode 7 – klingt ein bisschen wie Alexandre Desplat – und natürlich hat er seine eigenen großartigen Themen aus den vorherigen Soundtracks aufgegriffen – und zwar auf wieder mal geniale Art und Weise.



Ein alter Bekannter ist Williams ja auch bei den Oscars – es ist seine 50. Oscar-Nominierung, nur Walt Disney hatte neun mehr, das ist schon der absolute Wahnsinn.



Und wenn Williams seinen insgesamt sechsten Oscar nicht bekommt, dann könnte Ennio Morricone in diesem Jahr seinen ersten Filmmusik-Oscar bekommen, denn bisher hat er ja „nur“ den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk erhalten. Ich glaube, dass die Academy ein bisschen bereut, Morricone all die Jahrzehnte vernachlässigt zu haben – ich glaube, der Maestro hat mit seiner Musik zu „The Hateful 8“ die Nase vorn.



Er hat ja auch schon den BAFTA, den englischen Filmpreis gewonnen, und auch schon den Golden Globe. Natürlich war Morricone nicht anwesend, deswegen hat Quentin Tarantino den Preis entgegengenommen und ordentlich geschwärmt über seinen Lieblingskomponisten.



"Gegen Morricone können sie also alle einpacken." Eine typische Tarantino-Rede, aber vielleicht sehen und hören wir ihn in ein paar Tagen wieder, es sei denn, Morricone reist doch an und sagt selber ein, zwei Sätze… wir sind gespannt! Die Musik zu „The Hateful 8“ ist nicht gerade Morricones Meisterwerk, aber zu Tarantinos Retro-Western passt sie perfekt und genau das könnte für die Oscar-Academy der ausschlaggebende Punkt sein. Den Soundtrack zu Hause durchzuhören ist auf jeden Fall anstrengend, aber zu den epischen Bildern kann man sich nichts Besseres vorstellen.



Ennio Morricone ist auch bei den Buchmachern großer Favorit – und gönnen würden wir ihm den Filmmusik-Oscar natürlich als krönenden Abschluss seiner Karriere allemal! Ich sehe keine Chance für die anderen Nominierten. Carter Burwell ist für Carol nominiert...



...Thomas Newman für Bridge of Spies...



und Johann Johansson für Sicario.



   

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