Schmidts Oscar-Tipp: Beste Regie

Florian Schmidt analysiert die Oscars

schmidts-oscar-tipp-beste-regie © Klassik Radio
Welcher ist der beste Film des Jahres? Der versierteste Regisseur? Der talentierteste Schauspieler? Bekommt Leo DiCaprio endlich seinen Oscar? All diese Fragen werden in einer Woche beantwortet – bei der 88. Verleihung der Oscars. Jeden Tag nimmt sich Klassik Radio Filmexperte Florian Schmidt eine wichtige Kategorie zur Brust und schaut mal auf die Favoriten.
Beste Regie - wer ist nominiert, wer ist Florian Schmidts Favorit?

Sehr wahrscheinlich wird der Mexikaner Alejandro Gonzalez Iñárritu auch in diesem Jahr der große Gewinner: im letzten Jahr hat sein Film „Birdman“ vier Oscars geholt, darunter den als bester Film und er selbst wurde auch schon zum besten Regisseur gekürt. Im letzten Jahr war Iñárritu wegen der ganzen Oscars ein bisschen durch den Wind – die Verleihung zog wie ein Zeitlupenmoment an ihm vorbei. In diesem Jahr ist Iñárritu mit seinem Film „The Revenant“ insgesamt 12mal nominiert und auch in der Regie-Kategorie der große Favorit.



Das Erstaunliche an dem Mann ist, dass tatsächlich ALLE seine sechs Filme großartig sind – und das schafft kaum ein Filmemacher. „Amores Perros“ war sein Debüt, das muss man sich mal vorstellen, danach kamen „21 Gramm“, „Babel“, „Biutiful“, „Birdman“ und eben jetzt „The Revenant – der Rückkehrer“ mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle. Ein nicht nur unfassbar intensiver, sondern auch sehr aufwendiger Film. Stundenlang musste das Drehteam bis zum Drehort mitten in der Wildnis fahren, drehte nur mit spärlichem Tageslicht und hatte meistens nur ein kleines Zeitfenster von 1 ½ Stunden Zeit, um sehr aufwendige Szenen mit Hunderten von Feinheiten in den Kasten zu kriegen. Auch bei den Buchmachern ist Alejandro Iñárritu der ganz große Favorit - wer könnte ihm den Regie-Oscar da noch wegschnappen? Zwei Herren sind absolute Außenseiter: Lenny Abrahamson ist für „Room“ nominiert und Adam MyKay für „The Big Short“.



George Miller hat so ein bisschen die Rolle des „Kuriosums“ – er ist für „Mad Max – Fury Road“ nominiert. Miller hatte schon in den 70ern und 80ern die ersten drei „Mad Max“-Filme inszeniert und er hat auch schon einen Oscar gewonnen – den Animationsfilmoscar für den „Tanzende-Pinguine-Film“ „Happy Feet“. Miller ist den Wettanbietern zufolge der zweitwahrscheinlichste Gewinner.



Ich glaube aber, dass eventuell Tom McCarthy ganz gute Chancen hat. Er hat den Pressethriller „Spotlight“ gedreht, über ein Investigativ-Team des „Boston Globe“, das die Missbrauchsfälle der katholischen Kirche in Boston aufgedeckt hat. Ein politisch wichtiger, richtig guter Film. „Spotlight“ ist für sechs Oscars nominiert, wird aber leider wohl in allen Kategorien leer ausgehen. Falls „The Revenant“ bester Film wird, wovon auszugehen ist, könnte Tom McCarty sozusagen zum „Trost“ den Regie-Oscar gewinnen. Sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht…



   

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