Schmidts Oscar-Tipp: Bester Film

Florian Schmidt analysiert die Oscars

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Welcher ist der beste Film des Jahres? Der versierteste Regisseur? Der talentierteste Schauspieler? Bekommt Leo DiCaprio endlich seinen Oscar? All diese Fragen werden in einer Woche beantwortet – bei der 88. Verleihung der Oscars. Jeden Tag nimmt sich Klassik Radio Filmexperte Florian Schmidt eine wichtige Kategorie zur Brust und schaut mal auf die Favoriten.
Heute reden wir über die Königsdisziplin bei den Oscars, über den Preis für den besten Film.  Erstmal fällt auf, dass die Academy die möglichen zehn Kandidaten für den besten Film nicht ausgeschöpft hat: es gibt nur acht Filme, die ins Oscar-Rennen gehen. Das ist schon ein bisschen merkwürdig, denn es gab genug Filme, die man hätte nominieren können. Und da sind wir gleich bei der zweiten – und inzwischen wohl allseits bekannten Auffälligkeit, die unter dem Twitter-Hashtag #OscarsSoWhite die Runde gemacht hat. Nicht nur, dass keiner der 20 nominierten Schauspieler of colour ist, also ein Afro-Amerikaner oder Hispanic, auch die acht nominierten Filme wurden von weißen Filmemachern mit weißen Schauspielern gemacht. Die Academy hätte die beiden freien Plätze zum Beispiel für großartige Filme wie "Straight Outta Compton", "Creed", "Concussion" oder "Beasts Of No Nation" füllen können, alles Produktionen, an denen schwarze Schauspieler und Regisseure maßgeblich beteiligt waren.



Und genau deswegen werden ja einige schwarze Filmschaffende die diesjährigen Oscars boykottieren: Regisseur Spike Lee z.B. oder das Schauspieler-Ehepaar Will und Jada Pinkett Smith.



Nun zu den Nominierten Filmen. Eins haben Alle gemeinsam. Das hat die Süddeutsche Zeitung ganz schön zusammengefasst mit dem Satz: „Krisen, in allen Lebenslagen“. Wie kommen Menschen durch eine Krise - im All, in der Wildnis, in der Fremde? Wie schaffen sie es, zu überleben? Aber um es kurz zu machen – die meisten der nominierten Filme sind recht chancenlos. Ich vermute, dass es einen Zweikampf geben wird. Da ist zum einen der große Oscar-Favorit „The Revenant – der Rückkehrer“ von Alejandro Gonzalez Iñárritu mit Leonardo di Caprio und insgesamt 12 Nominierungen.



Und da ist zum anderen: Tom McCarthys fantastischer, für 6 Oscars nominierter Pressethriller „Spotlight“.



Auch in dieser Kategorie ist „The Revenant“ der Favorit, ABER: falls die Academy vermeiden will, dass Alejandro Gonzalez Iñárritu auch in diesem Jahr  - nach seinem letztjährigen Erfolg mit „Birdman“  - den Regieoscar UND den Oscar für den besten Film gewinnt, könnte sie Iñárritu den Regieoscar geben und „Spotlight“ dann als besten Film auszeichnen…Insofern besteht für Tom McCarthy noch ein bisschen Hoffnung. Für die anderen Nominierten sehe ich nur Außenseiterchancen. Nominiert sind noch Adam McKay´s großartiges Bösen-Sepktakel The Big Short, mit Brad Pitt, Christian Bale, Steve Carell und Ryan Gosling...



Steven Spielbergs Spion-Ost-West-Film mit Tom Hanks, Sebastian Koch und Amy Ryan...



Das britisch-englische Filmdrama Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten von John Crowley mit der Saoirse Ronan, Domhnall Gleeson und Jim Broadbent...



Der Endzeitfilm Mad Max: Fury Road von George Miller, mit Tom Hardy, Charlize Theron und Nicholas Hoult...



Der Marsianer – Rettet Mark Watney von Ridley Scott, mit einem einsamen Matt Damon auf dem Mars...



und das Drama Raum von Lenny Abrahamson mit Brie Larson...



Am Montag wissen wir mehr. Alle Informationen erhalten Sie ab 06:00 bei Klassik Radio.
   

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