Steckt die SPD in der tiefsten Krise ihrer Geschichte?

Siggi-Pop oder Scholzomat - das ist hier die (K)-Frage

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Sigmar Gabriel und die quälende K-Frage. Das klingt fast wie ein vorgezogenes Sommerloch-Thema. Tatsächlich aber dreht sich jeder Artikel, jeder Post, jeder Fernsehbeitrag der letzten Tage nur um diese eine Frage: Wer tritt gegen Angela Merkel an? Wer geht für die SPD ins Kanzler-Rennen?
Freiwillige vor, das wäre das Motto der SPD, aber bisher gab es nur Absagen, z.B. von Olaf Scholz. Hamburgs Bürgermeister sagte dazu nur: „Die SPD ist eine solidarische Partei und in der SPD-Spitze halten wir zusammen“, und nannte Gabriel den „natürlichen Kandidaten“. Die einen schreiben schon: „Armer Sigmar Gabriel“; die anderen nennen ihn „Genosse Zickzack“.
 
„Sigmar Sündenbock“, nennt ihn die BILD-Zeitung und schreibt: „Das wird er nicht gern hören: Aber Sigmar Gabriel kann einem leid tun. In einem Interview wollte der SPD-Chef etwas Optimistisches über seine Partei sagen: Dass sie 2017 durchaus mehrere Top-Leute vorzeigen könne, die das Zeug zum Kanzler haben. Allein: Es dauerte nur ein Wochenende, da hatten die meisten abgewinkt. So schnell kann man eine Partei lächerlich und ihren Vorsitzenden zum Sündenbock machen.“

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU meint: "Seit Monaten dümpelt die SPD in Umfragen bei 20 Prozent. Jeder politisch Interessierte ahnt, dass eine Kanzlerkandidatur unter solchen Umständen eher einem Opfergang als einer Beförderung gleichkommt. Folglich hat sich bislang niemand beworben.“

Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg kommentiert: "Entschlossenheit sieht anders aus: Der einzige zurzeit infrage kommende Kanzlerkandidat der SPD bittet um Wettbewerber. Und wie zu erwarten war, tritt keiner an. Sigmar Gabriels Ruf in die echolose Leere der Partei kann nur als Signal verstanden werden, dass zum ersten Mal niemand mehr da ist, der in der SPD Spitzenkandidat werden will. Inklusive des Vorsitzenden."

Und die NEUE PRESSE aus Hannover schreibt: "Mit seiner Idee, im nächsten Jahr doch einfach die SPD-Mitglieder entscheiden zu lassen, wer gegen Angela Merkel in den Ring steigen soll, produzierte der SPD-Vorsitzende über Pfingsten einen sauberen Luftschlag. In der Boxersprache würde man wohl sagen: Alle in Frage kommenden SPD-Granden haben die Attacke locker ausgependelt. Und Gabriel hängt wieder in den Seilen. So groß wie jetzt bei Gabriel war das Misstrauen der Basis gegen die Parteispitze wohl noch nie. Die SPD steckt in der tiefsten Krise ihrer Geschichte.“
   

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