Terror in Paris - die Pressestimmen

"Selbst Satan würde sich schämen"

terror-in-paris-die-pressestimmen © Jean Jullien
"Sie haben nicht nur Menschen ermordet, sie sind Mörder der Menschlichkeit. Sogar Satan würde sich schämen", schreibt ein indischer muslimischer Geistlicher. Diesen Abend in Paris wird die Welt nicht mehr vergessen. Drei Stunden Terror, eine albtraumhafte Terrorserie.
IS-Terroristen haben am Freitagabend nicht nur Frankreich, sondern die ganze Welt in Ausnahmezustand versetzt. Sie schossen an sechs Orten um sich, töteten 129 Menschen. 352 weitere wurden verletzt, 99 von ihnen befinden sich immer noch in kritischem Zustand. Frankreichs Präsident François Hollande sprach angesichts der für Europa neuen Dimension des islamistischen Terrors von "Krieg". Ein Begriff, den viele Staatsmänner aufgriffen: Bundespräsident Joachim Gauck nannte die Anschläge eine "neue Art von Krieg", der Papst sprach gar von einer "Art drittem Weltkrieg". Was schreiben die deutschen Zeitungen?

"Der 13. November wird in die Geschichte eingehen als Europas 11. September“, schreibt die NEUE PRESSE aus Hannover: „Der Angriff der IS-Terroristen galt nicht Paris, er galt den Idealen der westlichen Welt. Die Mörder des IS haben ein Massaker angerichtet, und sie hatten dabei unsere wichtigsten Werte im Visier: die Freiheit des Einzelnen, die Toleranz und die Menschlichkeit".

Die SAARBRÜCKER ZEITUNG hält fest: "Die ganze Welt hat am Wochenende in Blau-Weiß-Rot ihre Solidarität mit Frankreich gezeigt. Doch Frankreich wird mehr fordern als ein Brandenburger Tor in den Farben der Trikolore. Das Land braucht Unterstützung in seinem Kampf gegen den Terror. Unterstützung, die wohl auch mehr militärisches Engagement einschließen wird - von den USA, aber auch von Deutschland.“

Das sieht auch die BILD-Zeitung so und schreibt: „Auf Facebook und mit Lippenbekenntnissen werden wir diesen „Krieg“, wie unser Bundespräsident es richtig nennt, nicht gewinnen. Mit Selbstgefälligkeit lässt sich Terrorismus nicht besiegen. Seit zwei Jahren lassen wir ISIS nahezu ungehindert zur Weltmacht des Terrors aufsteigen. Die Wahrheit ist unbequem: Der Kampf gegen ISIS erfordert Opferbereitschaft. Er erfordert mehr Flugzeuge (ja, auch deutschen), die Ziele zerstören. Er erfordert Geheimdienste, die Terroristen aufspüren, und Spezialkräfte, die Terroristen festnehmen oder töten. Und zwar so lange, bis dieses todbringende Netzwerk zerstört ist.“

"Diesen Krieg müssen wir gewinnen", titelt auch die Zeitung die WELT. "Das Wort vom Krieg gegen den Islamischen Staat bedeutet, ihn an den Ort des Feindes zu tragen – und zwar nicht nur mit halbherzigen Luftschlägen, sondern unter massivem Einsatz der überlegenen westlichen Militärmaschinerie. Das schließt die Bereitschaft zum Einsatz von Bodentruppen ein. Kein Mitglied der westlichen Allianz kann sich von dieser Aufgabe ausnehmen – die Ausrufung des Nato-Bündnisfalles würde dieser Einsicht Nachdruck verleihen.“

   

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