"The Revenant" auf Oscar-Kurs

5 BAFTAS für den Wildwest-Thriller mit Leonardo di Caprio

the-revenant-auf-oscar-kurs © BAFTA
Das Royal Opera House ist das bedeutendste britische Opernhaus – „Tosca“ und „La Traviata“ stehen in den kommenden Tagen auf dem Programm. Gestern Abend saßen ausnahmsweise mal keine Opernfans im alt-ehrwürdigen Saal, sondern die versammelte Filmprominenz aus Hollywood – die BAFTAS wurden vergeben, das englische Pedant zu den Oscars.
Und die BAFTAS gelten wirklich als zuverlässige Wahrsagerkugel, denn in den vergangenen acht Jahren wurde sieben Mal der spätere Oscar-Gewinner auch bei den BAFTAS als bester Film ausgezeichnet. Gestern war das "The Revenant - der Rückkehrer".



"The Revenant" war der große Gewinner des Abends und wurde mit insgesamt fünf Baftas ausgezeichnet. Damit ist der  Wildwest-Thriller des mexikanischen Regisseurs Alejandro Inarritu auch bei den Oscars DER große Favorit. Schon sein Vater habe ihm eingebläut, erzählte Inarritu in seiner Dankesrede, dass die britischen Schauspieler die besten seien; das sei nicht einfach nur Schauspielkunst, das sei echte, die einzig wahre Schauspielkunst. Inarritu hat einen zweijährigen Lauf, kann man sagen, denn nach seinem letztjährigen Triumph mit „Birdman“ räumte der Regisseur auch in diesem Jahr  - bisher - alle wichtigen Filmpreise ab. 

Das gilt ja auch für Leonardo di Caprio, der nach diversen Kritiker-Preisen und dem Golden Globe gestern Nacht nun also auch den BAFTA gewonnen hat und von den Standing Ovations im Saal durchaus gerührt war. Er sei demütig und dankbar, meinte di Caprio. Nachdem er sich bei seinem britischen „Revenant“-Leinwandpartner Tom Hardy und seinem Regisseur Inarritu ausführlich bedankt hatte, hielt Leo noch eine kleine Liebeserklärung an seine Mutter. Ohne sie würde er nicht auf dieser Bühne stehen; er sei nicht gerade privilegiert aufgewachsen, sondern in einem nicht ungefährlichen Viertel im Osten von Los Angeles; seine Mutter aber habe ihn jeden Tag drei Stunden zu seiner Schule in einem besseren Viertel gefahren, damit er mehr Möglichkeiten habe. An ihrem Geburtstag kann man das schon mal loswerden.



Wie schon den Golden Globe gewann Brie Larson für ihre Rolle in "Raum", der Mitte März bei uns startet, den BAFTA als Beste Hauptdarstellerin und setzte sich dabei u.a. gegen Cate Blanchett, durch. Beste Nebendarstellerin wurde die Britin Kate Winslet für ihre Rolle in "Steve Jobs". Damit bekommt sie ihre dritte BATFA-Maske, die übrigens so ein bisschen nach Venezianischem Karneval aussieht. Winslet grüßte ihren Mann, der seinen Platz extra für Winslets Mama geräumt hatte und nun irgendwo im Saal saß. Und da sie ihn nicht sah, wünschte sie ihm eben von der Bühne aus einen schönen Valentinstag…



Und ganz zum Schluss noch ein Blick auf den besten Soundtrack: bei den BAFTAS gab es ja, wie dann in zwei Wochen auch bei den Oscars, einen Zweikampf der beiden Altmeister John Williams und Ennio Morricone. Dnd wie schon bei den Golden Globes hat Ennio Morricone nun auch den BAFTA gewonnen, für seine Musik zu Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“. Und es wäre schon kurios, wenn Morricone mit seinen inzwischen 87 Jahren in zwei Wochen seinen ersten Filmmusik-Oscar gewinnen würde…


 

   

Unser Service

Für die besten Hörer in Deutschland

Musik der Extraklasse

Finden Sie im Klassik Radio Shop

Newsletter

Wir halten Sie auf dem laufenden mit unserem Premium Newsletter

Social Media

folgen Sie uns

Die PLaylist

Was lief wann?

Länder dieser Erde

Von gutem Geschmack für guten Geschmack

Die Webcam

Der schönste Blick auf Augsburg