Ungewöhnliche Premiere

Bolschoi-Theater zeigt Stück über homosexuellen Tänzer

ungewöhnliche-premiere © Bolshoi theater CineStar on stage Trailer
Im Bolschoi-Theater in Moskau wird am 9. Dezember das Ballett „Nureyev“ des russischen Starregisseurs Kirill Sebrennikov auf die Bühne gebracht. Die Premiere des Stückes war ursprünglich schon für Juli geplant. Das Stück wurde jedoch drei Tage vor der Premiere abgesagt.
In „Nureyev“ geht es um den homosexuellen Tänzer Rudolf Nureyev, der zu den herausragendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt. Er floh aus der Sowjetunion in den Westen und starb 1993 an den Folgen seiner Aids-Erkrankung. Offizieller Grund für die Absage war, dass die Künstler nicht genügend auf die Aufführung vorbereitet waren. Allerdings wird vermutet, dass die Thematik von „Nureyev“ in Russland politisch aneckte.

Kirill Sebrennikov steht nach wie vor unter Hausarrest. Ihm wird vorgeworfen, Gelder veruntreut zu haben. Seine Festnahme ist aber umstritten. Kritiker sehen in der Verurteilung politische Motive, da Sebrennikov das russische Regime öffentlich kritisierte.

Dennoch will das Bolschoi-Theater seine Produktion von „Nureyev“ am 9. und 10. Dezember aufführen. Der Großteil der künstlerischen Arbeit an dem Ballett ist schon vollendet. Daher können die Vorbereitungen auch ohne Sebrennikov durchgeführt werden. Er hofft, dass er in den letzten Tagen vor der Premiere die Möglichkeit hat, selbst nach Moskau zu reisen und die Arbeit zu betreuen. Sollte er bis zur Premiere nicht frei kommen, wird der Choreograph Yuri Possokhov das Stück zu Ende führen.
   

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