Vorsicht: WLAN Sicherheitslücke

Ist unser WLAN noch sicher?

vorsicht-wlan-sicherheitslücke © Fotolia_bramgino
WLAN - das gehört inzwischen zu unserem täglichen Leben, wie Elektrizität und fließend Wasser. Aber jetzt soll es eine Sicherheitslücke geben.
Bisher haben wir zu Hause sicher und ganz privat gesurft. Aber jetzt sagt die Bundeszentrale für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): “Nutzen Sie Ihr privates WLAN-Netzwerk so, als würden Sie sich in ein öffentliches WLAN-Netz einwählen".

Ein belgischer Sicherheitsforscher hat im Rahmen seiner Doktorarbeit eine große Sicherheitslücke entdeckt, die Millionen drahtloser Heimnetzwerke, auch WLANs genannt, betrifft. Aber wie gefährlich ist die "Krack" genannte Sicherheitslücke wirklich?

Kann ich gehackt werden?
In der Beschreibung des Forschers klingt die Sache dramatisch: Es könnten unter anderem Passwörter, E-Mails, Chatnachrichten, Kreditkartennummern und Fotos gestohlen werden. Außerdem könnten Angreifer Ihre Geräte mit einer Schadsoftware infizieren.
ABER: Ganz so einfach ist das nicht. Zum einen kann nicht jeder Hacker weltweit x-beliebigen WLANs hacken, der Angreifer muss sich schon in unmittelbarer Nähe Ihres Netzwerks befinden. Außerdem gibt es beim Online-Shoppen, bei WhatsApp oder beim Onlinebanking noch weitere Sicherheitsschichten. Zum Beispiel "https", das sehen Sie oben in der Leiste, in der Sie die Adresse eingegeben haben. Wenn https dort steht, ist die Seite immer noch sicher. Denn das "S" steht für secure, also sicher.

Die Lösung
Die Lücke kann vom jeweiligen Hersteller per Software-Update geschlossen werden. Microsoft hat zum Beispiel alle noch unterstützten Windows-Versionen schon letzte Woche mit einem Patch geschützt. Auch Apple und Google arbeiten an Updates, die in den nächsten Wochen verteilt werden sollen.
Mehrere Spezialisten für Netzwerk-Technik wie Cisco, Intel, Netgear und Aruba haben bereits Sicherheits-Updates veröffentlicht. Die in Deutschland populären Fritzboxen sind nach Angaben des Berliner Herstellers AVM von der Sicherheitslücke nicht betroffen. Für Fritzbox-WLAN-Repeater dagegen soll ein Update folgen.

Was muss ich tun?
Sobald ihr Anbieter ein Update anbietet: Machen Sie es! Damit sind Sie wieder auf der sicheren Seite.
Bei alten oder exotischen Geräten und Betriebssystemen besteht derweil die Gefahr, dass der Hersteller keine Updates liefert. Wenn Sie so ein Gerät besitzen und regelmäßig WLAN-Verbindungen nutzen, sollten Sie über ein Hardware-Update nachdenken, da zum Beispiel alte Android-Geräte oder nicht mehr unterstützte Windows-Versionen sowieso vergleichsweise anfällig für Angriffe sind. Heißt: Ein neues Gerät muss her.

Schwierig könnte es auch bei smarten Haushaltsgeräten werden, vor allem Billigmodelle werden häufig nicht mit Updates versorgt. Allerdings wäre ein Angriff auf diesem Weg auch komplexer, weil ein einzelnes verwundbares Gerät nicht das ganze WLAN verwundbar macht. Aber Sie sollten jedes WLAN-fähige Gerät updaten- und das können ziemlich viele sein: Vom E-Reader bis zur Waage, von der Smartwatch bis zum Drucker.
   

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