"Was für ein barbarischer Akt!"

Erneuter Terroranschlag in Frankreich

was-für-ein-barbarischer-akt © Fotolia_Orlando Bellini
Wieder ist Frankreich von einem Terroranschlag erschüttert worden: Zwei Angreifer drangen in der Normandie in eine Kirche ein und töteten den Priester. Und wieder sind wir geschockt: über die Brutalität dieser Tag. Und über die unglaublichen Umstände.
Denn einer der Attentäter stand in einem laufenden Ermittlungsverfahren wegen Terrorverdachts unter Aufsicht der Justiz und trug eine elektronische Fußfessel. Und dann gibt es noch ein kleines, verstörendes Detail am Rande: die Moschee des Schreckensortes Saint-Étienne-du-Rouvray wurde vor 16 Jahren auf einem Stück Land gebaut, das von der katholischen Nachbargemeinde gestiftet worden sei. „Muss man mehr sagen, um den ganzen Wahnsinn einer solchen Tat zu beschreiben?“ fragt SPIEGEL Online.
 
"Was für ein barbarischer Akt!“, schreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG. „Die Liste der von islamistisch inspirierten Mördern heimgesuchten Orte wird immer länger. Mittlerweile kommt fast im Tagesrhythmus ein neuer Eintrag auf dieser französisch-deutschen Liste hinzu. Es ist offenkundig, dass die Terrororganisation IS, die in Syrien und im Irak in der Defensive ist, den Verlust von Territorium dort mit verstärkten Terroraktionen in Europa zu kompensieren sucht".

"Es muss Muslime zumal in Europa neuerlich erschaudern lassen, welche Grausamkeiten im Namen ihrer Religion begangen werden", meint die Zeitung DIE WELT. "Natürlich: Es ist nicht 'der' Islam, was da in Saint-Étienne-du-Rouvray ausagiert wurde. 'Den' Islam gibt es nicht, und wer das Gegenteil behauptet, denkt wie die Fundamentalisten, die das Wesen dieser Religion mit der Gewalt meinen identifizieren zu können. Aber gerade weil man den so widersprüchlichen Islam nicht dingfest machen kann, muss man ihn performativ gestalten. Doch was sich dabei beobachten lässt, ist stockbieder oder reaktionär oder entsetzlich. Deshalb braucht es jetzt nicht die hundertste Distanzierung islamischer Verbände vom IS. Sondern endlich erkennbare Anstrengungen, das Desaster dieser Religion zu überwinden."

"Eine Religion, die Horror verbreitet, die keine Lebenshilfe und Seelsorge bietet, besitzt keine missionarische Kraft", zeigt sich die NÜRNBERGER ZEITUNG überzeugt. "Deshalb ist die Angst vieler Westeuropäer vor einer Islamisierung des Abendlandes eigentlich gegenstandslos. Die jungen, zur Gewalt verführten Muslime bringen ihre eigene Religion in Verruf. Leider hört man noch viel zu wenig von den Bemühungen gemäßigter Muslime, die an den sozialen und politischen Brennpunkten den jungen Leuten Perspektiven aufzeigen, Wertevermittlung betreiben und gegen die Gehirnwäsche ihrer militanten Verführer ankämpfen."
   

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