Wettbetrug im Weißen Sport - die Kommentare

16 Tennisprofis sollen betrogen haben

wettbetrug-im-weißen-sport-die-kommentare © Vladsinger
Wettbetrug, Spielmanipulationen, illegale Absprachen, Wett-Mafia. An diese Begriffe haben wir uns bei einigen Sportarten leider gewöhnen müssen. Tennis gehörte bisher nicht dazu. Doch jetzt gibt es Flecken auf dem weißen Sport.
16 Profis aus den jeweiligen Top 50 der Weltrangliste, darunter auch Grand-Slam-Sieger, sollen in den vergangenen zehn Jahren in Matches mit auffälligen Spielverläufen und auffällig hohen Wetteinsätzen verwickelt gewesen sein.  Manipulations-Sumpf im Tennis? Sogar der beste Spieler der Welt, Novak Djokovic, sollte ein Match verlieren.

„Die Tennis-Bosse tun zu wenig!“, findet die BILD-Zeitung: „Die ATP hat in den letzten Jahren gegen aufkommende Doping-Vorwürfe und Spielmanipulationen zu wenig getan. Interesse solche Fälle bis ins letzte Detail aufzuklären? So gut wie nicht vorhanden. Der Weltverband ist seit jeher bemüht, weiter den Anschein eines sauberen Sports aufrecht zu erhalten. Aber IST der „Weiße Sport“ das auch wirklich? Seit heute gibt es starke Zweifel.“

„Tennis hat ein Problem, ein Problem, das an die Substanz geht und dem sogenannten weißen Sport schmutzige Flecke beschert“, schreibt die THÜRINGER ALLGEMEINE. „Doping in der Leichtathletik und im Radsport, Korruption und Wettbetrug im Fußball. Warum sollten diese Machenschaften um diese Sportart einen Bogen machen? Tennis-Wetten sind im Internet sehr beliebt. Vom ersten Aufschlag über den ersten Doppelfehler bis hin zur Frage, wer welchen Satz und am Ende das Match verliert, kann online auf fast alles gewettet werden. Nach Fußball ist Tennis in Europa der zweitgrößte Wettmarkt. Spielmanipulationen sind in der Einzelsportart naturgemäß leichter umzusetzen als im Teamsport.“

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG fordert: „Aufklärung, aber schnell! Dass auch Tennis anfällig für Wettbetrug ist, kann nicht überraschen. Es reichen kleine, kaum bemerkbare Schwächephasen, getarnt als kleines Konzentrationsloch, jederzeit aus, um eine Partie zu verlieren, ohne Argwohn zu wecken. Je kleiner ein Turnier, je geringer das Preisgeld, desto größer könnte die Versuchung sein, auf anderem Wege zwischendurch für ein Finanzpolster zu sorgen – das galt bisher. Dass nun Weltklassespieler verwickelt sein sollen, gibt der Geschichte aber eine neue Dimension. Im eigenen Interesse sollten die Spieler aus den vorderen Regionen der Weltrangliste auf eine schnelle Aufklärung drängen. Und vor allem müssen sie ihren Chef bewegen, seine Haltung zu ändern.“

   

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