Ziemlich bester Freund

John Williams hat auch für Spielbergs "BFG - Big Friendly Giant" komponiert

ziemlich-bester-freund © Bachrach/Pressefoto 2012
Steven Spielbergs Name steht für Massen-kompatible Hollywood Unterhaltung auf höchstem Niveau. Ausgeruht hat er sich nie auf diesem Erfolg; er hat immer wieder riskante neue Technologien ausprobiert. Dinge zu tun, die keiner vor ihm getan hat, macht ihm Angst, ist aber essentiell für ihn, sagt Steven Spielberg.
Jetzt hat er wieder einen neuen Film gedreht, auf den das Stichwort „magisch“ perfekt passt. „BFG – Big Friendly Giant“, basierend auf Roald Dahls gleichnamiger Vorlage von 1982, die  weltweit zu den beliebtesten Büchern aller Zeiten zählt. Ein junges Londoner Waisenmädchen lernt eines Tages einen geheimnisvollen Riesen kennen. Aus der anfänglichen Skepsis erwächst schon bald eine enge Freundschaft zwischen den beiden Außenseitern. Gemeinsam gehen sie durch dick und dünn, erleben Seite an Seite aufregende Abenteuer…



Wir können uns aber nicht nur über diesem im wahrsten Sinn zauberhaften neuen Film von Spielberg freuen, sondern auch über einen weiteren wunderbaren Williams-Score. Denn zum bereits 24. Mal hat John Williams für einen Steven Spielberg-Film Musik geschrieben.

BFG – BIG FRIENDLY GIANT bot Williams von einem musikalischen und orchestralen Standpunkt aus betrachtet einige einzigartige Gelegenheiten.  „Ich sagte Steven immer wieder, dass der Film beinahe eine Kinderoper oder Kinderballett mit Tänzen ist“, erklärt Williams. „Der BFG versucht, Träume mit seinem Netz einzufangen. Dies tut er auf eine Art, die die Anmutung eines Tanzes von Ray Bolger oder Fred Astaire hat. Es ist eine verblüffend musikalische und choreographierte Sequenz, für die das Orchester

Dinge leisten musste, die mehr mit filmischen Musicals zu tun haben“, erzählt Williams. „Von der Thematik her war es sehr anders. Sobald wir die orchestralen Texturen hinzugefügt hatten, die theatralischer waren, wirkte es gar nicht mehr wie ein Film, sondern eher wie eine Theaterinszenierung. Man erwartet am Ende fast einen Vorhang“, fügt er hinzu.



Eine der fruchtbarsten und erfolgreichsten Partnerschaften in Hollywood begann bei einem Mittagessen – vor weit über 40 Jahren. John Williams. hat dieses erste Aufeinandertreffen der „Los Angeles Times“ mal folgendermaßen beschrieben: „Spielberg war so jung, nur ein bisschen älter als meine Kinder. Gleichzeitig aber schien dieser junge Kerl mehr über Musik zu wissen als ich. Er konnte irgendwelche Nebenthemen aus längst vergessenen Western vorsingen“. Tatsächlich liebt Steven Spielberg nicht nur Musik, sondern auch stundenlang bei den Orchesteraufnahmen im Studio dabei zu sein.



Wenn Williams eine sechsstündige Aufnahmesession hatte, dann saß Spielberg noch ein, zwei Stunden länger mit dabei, hörte zu und genoss dieses Erlebnis in vollen Zügen. „Er ist mit Musik, vor allem mit Filmmusik, aufgewachsen. Diese Aufnahmesessions sind familiäre, warmherzige Treffen und jeder, ich vorneweg, freut sich darauf. Wir sind in dieses Momenten nicht Teil der großen Hollywood-Industrie, sondern machen einfach gemeinsam Musik und Steven genießt es, mittendrin und dabei zu sein“, drückt es Williams aus.

Natürlich genießt Steven Spielberg es auch, dass sein langjähriger Freund sich bei der Filmmusik zu BFG mal wieder selbst übertroffen hat. „Ich erzähle ihm meine Geschichte, indem ich ihm die ersten Bilder und das Drehbuch zeige – und John geht acht Wochen in sich und erzählt mir danach seine Geschichte, seine musikalische Story. Er schreibt ein musikalisches Drehbuch, das perfekt auf die Bilder, auf die Ideen, auf das Drehbuch passt. John Williams hat so einen brillanten und feinfühligen Soundtrack geschrieben, so eine Art Peter & der Wolf – Prokofjew-Score. Alles hat einen musikalischen Verbündeten, alles hängt musikalisch zusammen, Themen tauchen immer wieder auf, das ist eine perfekt passende musikalische Untermalung.“

   

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