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Colitis ulcerosa

eine chronische entzündliche Darmerkrankung

colitis-ulcerosa-–-eine-chronisch-entzündliche-darmerkrankung © Pfizer/shutterstock/Yakobchuk Viacheslav
Heftige, krampfartige Bauchschmerzen, Übelkeit, häufiger Stuhldrang mit starkem, teils blutigem Durchfall, vielleicht sogar Stuhlinkontinenz...

Was zunächst klingt wie eine heftige Magen-Darm-Verstimmung oder ein Reizdarmsyndrom, kann auch der Beginn einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) sein. Eine der häufigsten Formen neben dem Morbus Crohn ist die Colitis ulcerosa. Dabei entzündet sich die Darmschleimhaut im Dickdarm und bildet Geschwüre. In Deutschland leiden rund 400.000 Menschen unter einer CED – von einer Colitis ulcerosa sind dabei aktuell ca. 168.000 Männer und Frauen von Colitis ulcerosa betroffen – Tendenz steigend. Meist macht sich die Erkrankung im jungen Erwachsenenalter, zwischen 15 und 35 Jahren, erstmals bemerkbar.


Ungeklärte Ursachen 


Bislang ist nicht endgültig geklärt, wie Colitis ulcerosa ausgelöst wird, die Forschung geht jedoch davon aus, dass die Kombination verschiedener Umwelt- und Risiko-Faktoren dafür verantwortlich ist: Da chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bzw. die Colitis ulcerosa in manchen Familien gehäuft auftreten, dürfte eine genetische Veranlagung hierbei eine Rolle spielen, außerdem scheint bei Colitis ulcerosa die Barrierefunktion des Darms zwischen Darminnerem und -äußerem gestört zu sein, was zu einer Störung des Immunsystems führt. Aber auch der Lebensstil wie Ernährungsgewohnheiten, Hygiene und Rauchen sowie andere Umwelteinflüsse scheinen im Zusammenhang mit der Erkrankung eine Rolle zu spielen. Psychische und stressbedingte Belastungen konnten wissenschaftlich noch nicht als Auslöser bestätigt werden, könnten aber ebenfalls zur Entzündung der Darmschleimhaut beitragen.




Quelle: Colitis ulcerosa aktiv begegnen – Ein Ratgeber für Patienten und Angehörige. VDM – Verlag für Didaktik in der Medizin GmbH, Michelstadt, 2019, S. 13

Je früher die Diagnose erfolgt, desto besser

Die unangenehmen und schmerzhaften Symptome sind nicht nur für den Körper erschöpfend, sondern können vor allem auch die Psyche sehr belasten und schränken das gesellschaftliche Leben und die Alltagsaktivitäten der Betroffenen ein. Colitis ulcerosa ist zwar nicht heilbar, sie lässt sich aber mithilfe verschiedener Therapien in vielen Fällen gut in den Griff bekommen, sodass der Patient über einen langen Zeitraum beschwerdefrei leben kann. Dabei gilt: Je früher die Erkrankung diagnostiziert und eine entsprechende Behandlung eingeleitet wird, desto größer sind die Chancen, die Entzündung und die damit einhergehenden Symptome zu kontrollieren. Deshalb ist es wichtig, die ersten – häufig noch recht unspezifischen – Symptome frühzeitig abklären zu lassen. Bei Verdacht auf eine Erkrankung an Colitis ulcerosa ist dann ein Gastroenterologe, idealerweise ein spezialisiertes CED-Zentrum, der richtige Ansprechpartner.

Wo können Sie mehr erfahren?


Was Betroffenen und ihren Angehörigen häufig noch fehlt: Fundierte, aber dennoch verständlich aufbereitete und leicht verfügbare Antworten auf ihre drängendsten Fragen. Die Pfizer-Website www.wegweiser-colitis.de gibt einen guten Überblick an informativen und vertrauensvollen Webseiten zum Thema Colitis ulcerosa. Hier finden Patienten hilfreiche Literaturhinweise und Aufklärungsvideos rund um die Erkrankung sowie Tipps zum Thema Reise, Ernährung und Sport. Neben wichtigen Eckdaten zum Krankheitsbild, zur Diagnose und zur Therapie der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung stehen diverse Ratgeber und Informationsbroschüren auch zum Download bereit.



Colitis ulcerosa-Patientin Lara Günthner und Prof. Dr. med. Raja Atreya, Oberarzt an der Medizinischen Klinik I der Universität Erlangen mit Schwerpunkt CED, sprechen mit Moderator Sven Häberle darüber, wie eine Colitis ulcerosa verläuft, wie sie behandelt wird und wie es sich mit der Erkrankung leben lässt. In der Gesunden Stunde am Samstag, den 18.05.2019, 17 bis 18 Uhr.

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