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Die Gesunde Stunde

Gute Pflege - Bestens versorgt

die-gesunde-stunde-üöü © Ulrike Klumpp Fotografie
Bestmögliche medizinische Versorgung verbunden mit bestmöglicher Pflege in einem Umfeld, das von Respekt geprägt ist und für Intensivpatienten die größtmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht - das wünschen sich Betroffene und Angehörige die auf professionelle Pflege angewiesen sind. 

Was ist die Deutsche Fachpflege Gruppe mit welchem Ziel?
Unter dem Dach der Deutschen Fachpflege Gruppe sind derzeit 26 Gesellschaften, d.h. 23 ambulante Pflegedienste und drei stationäre Einrichtung mit rund 4.000 Mitarbeiter*innen. Diese versorgen über 800 Kinder, Jugendlichen und Erwachsene, die außerklinische Intensivpflege benötigen, in Wohngemeinschaften oder 1:1 in ihrer Häuslichkeit. Über 1000 zu Pflege werden im Rahmen der Tourenpflege versorgt.




 

Was ist außerklinische Intensivpflege?
Der Begriff der »außerklinischen Intensivpflege« ist nirgends definiert oder gar rechtlich geschützt. Gemeint sind alle medizinisch-pflegerischen Maßnahmen, die bei lebensbedrohlichen Krankheiten notwendig sind, insbesondere Überwachung, Behandlung und Pflege – meist durch den Einsatz von technischen Hilfsmitteln unterstützt. Außerklinische Intensivpflege ist durch die Notwendigkeit einer permanenten pflegerischen Interventionsbereitschaft zur Sicherung der Vitalparameter und/oder notwendige und aufwendige medizinisch-pflegerische Maßnahmen außerhalb der Klinikgekennzeichnet. (Christine Keller) Die Betroffenen sind häufig auf eine dauerhafte oder intermittierende Beatmung und/oder ein Tracheostoma angewiesen und/oder haben einen hohen Pflege- und Überwachungsbedarf.

Was sind die typischen Krankheitsbilder, die behandelt werden?
-  Chronische Atemwegserkrankungen
-  Querschnittssyndrome
-  Zustand nach Apoplexie, Schädel-Hirn-Trauma und anderen Gehirnerkrankungen
-  Zustand nach hypoxischem Hirnschaden mit Syndrom der reaktionslosen Wachheit (Wachkoma) oder mit minimalem Bewusstseinszustand
-  Neuromuskuläre Erkrankungen, z. B. Muskeldystrophien, amyotrophe Lateralsklerose
-  Kinder mit komplexen genetisch bedingten Fehlbildungssyndromen

Welche Voraussetzungen müssen Pflegefachkräfte mitbringen?
Die Pflegekräfte müssen entsprechend ausgebildet sein, um die Versorgung überhaupt eigenverantwortlich übernehmen zu können. Über all diese Anforderungen, auch im pflegerischen Bereich, gibt es eine Leitlinie, die sogenannte »Nichtinvasive und invasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz – Revision 2017«. Die entsprechenden Fachgesellschaften sind die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DPG) und die Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB). Letztere, aber auch andere Bildungsanbieter, haben entsprechende Curricula für die spezielle Ausbildung der Pflegefachkräfte in der außerklinischen Intensivpflege entwickelt.Der Fachkräftemangel ist uns allen ein Begriff, wie gehen Sie damit um?
Es gibt dafür mehrere Ursachen. Ein wichtiger Grund liegt darin, dass immer mehr Menschen aus den Kliniken entlassen werden, die auf außerklinische Beatmung angewiesen sind. Hinzu kommt der demografische Wandel. Gleichzeitig gibt es zu wenig Pflegekräfte. Die Kliniken versuchen, mit allen Mitteln ihre Pflegefachkräfte zu halten. Diese Pflegefachkräfte für Anästhesie und Intensivpflege wechseln seltener in den außerklinischen Bereich. Dieser wird zudem ausgedünnt, da viele in andere Bereiche wie den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, zur Medizintechnik oder in die Schulung wechseln. Andreas Westerfellhaus, Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege, hat diese Pflegekräfte einmal mit Ingenieuren gleichgestellt.

Außerklinische Intensivpflege ist ein spannender Beruf. Es wissen nur zu wenige!
O-Ton Elke Dodenhoff, seit 30 Jahren in der ambulanten (Intensiv-)Pflege tätig:
»Intensivpflege ist unglaublich facetten- und abwechslungsreich, und sie ist spannend. Aufgrund der unterschiedlichsten medizinischen wie auch pflegerischen Herausforderungen wird es nie langweilig, denn die Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielseitig. Außerdem gibt es tolle Aufstiegsmöglichkeiten. Die Pflege ist ein Beruf mit großartiger Zukunft.«

Was sind die Vorteile?
-  Lebensqualität
-  Kein vergleichbarer Stress wie in der Tourenpflege
-  Bezugspflege, wie man sich das als Pflegekraft wünscht
-  Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten des Alltags gemeinsam mit dem Klienten und den pflegenden Angehörigen
-  Vereinbarkeit von Familie und Beruf
-  Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Altenpflegekräfte
-  Spannend für technikaffine Pflegekräfte
-  Viele Möglichkeiten, sich fachlich weiterzuentwickeln


(c) Sebastian Heise

Arbeitsort Intensiv-WG – wie findet Leben in einer Wohngemeinschaft statt?
Bis zum Jahresende 2017 gab es nach Angaben der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege in Bayern 339 ambulant betreute Wohngemeinschaften für Pflegebedürftige. Das seien 13 Prozent mehr als im Jahr davor. 2017 seien hier 2364 Menschen betreut worden – nach 2098 im Jahr davor. 80 Wohngemeinschaften seien Menschen mit Demenzerkrankungen vorbehalten. Von großer Bedeutung seien auch WGs für Menschen, die intensiver Pflege bedürften: In solchen Intensivpflege-WGs lebten derzeit knapp 800 Menschen. Inzwischen sei fast jede zweite dieser Wohngruppen eine Intensivpflege-WG, berichtete Huml. Pflege-Wohngemeinschaften stellten für viele eine Alternative zum häufig nicht erwünschten Heimaufenthalt dar.

Gute Pflege - Bestens versorgt das ist das Thema in unserer Gesunden Stunde am Samstag den 03. November 2018. Vor allem wird es dabei um die richtige und umfassende Pflege bei schwersten Erkrankungen gehen. Was versteht man unter außerklinischer Intensivpflege, wie ist diese Pflege bei höchster Qualität und respektvollem Umgang untereinander möglich. Dass sie überhaupt möglich ist, erfahren wir im Gespräch mit Herrn Christoph Jaschke von der Deutschen Fachpflege Gruppe, ein absoluter Profi auf dem Gebiet der Intensivpflege,  er ist bei Klassik Radio Moderator Clemens Benke zu Gast, in der Gesunden Stunde am Samstag ab 14 Uhr.

Hier können Sie die Sendung noch einmal nachhören:






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