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Herzschwäche

unerkannt, unterschätzt, lebensgefährlich

die-gesunde-stunde-eee © Fotolia, ©Kurhan
Außer Atem, schnell erschöpft, dicke Beine? Schon wenige Treppenstufen rauben den Atem; ohne ersichtlichen Grund herrscht Dauererschöpfung; die Beine sind schwer und geschwollen und die Schuhe, die gestern noch passten, drücken heute. Wer diese Anzeichen an sich beobachtet, sollte so früh wie möglich und offen den Rat seines Arztes suchen. Schnell werden Luftnot, Müdigkeit und dicke Beine als harmlose „Alterserscheinungen“ abgetan. Doch tatsächlich können sie die drei häufigsten Vorboten einer schweren Erkrankung des Herzens sein: der Herzinsuffizienz. Im Volksmund wird sie auch Herzschwäche genannt.

Was ist Herzschwäche?
Das Herz ist ein großer Muskel, der dafür zuständig ist, den gesamten Körper mit frischem Sauerstoff zu versorgen. Ein gesundes Herz schlägt am Tag ca. 100.000 Mal und befördert dabei bis zu 10.000 Liter Blut.
Herzschwäche greift den Herzmuskel an. Funktion und Form werden krankhaft verändert. Das führt zu einem fortschreitenden Funktionsverlust des Herzens. Der ganze Körper gerät dadurch immer mehr in Not. Denn er wartet vergeblich auf die ausreichende Menge an frischem Sauerstoff, den das Herz, als zentrales Organ, durch die Schädigung nicht mehr sicherstellen kann. Während sich dies im Alltag zunächst nur durch Müdigkeit und Erschöpfung äußert, kämpft der Körper im Hintergrund mit dem zunehmenden Sauerstoffentzug. Ihm geht sprichwörtlich die Luft aus. Herzschwäche ist nach Geburten der häufigste Grund für eine Krankenhauseinweisung.  
Zudem kann das angegriffene Herz verbrauchtes Blut nicht mehr ausreichend abtransportieren. Dieses staut sich und erhöht den Druck in den Gefäßen. Gefäßflüssigkeit wird in umliegendes Gewebe gepresst, z. B. in die Beine aber auch in die Lunge – das Atmen fällt schwerer und die Beine schwellen an.

Was verursacht Herzschwäche?
Herzschwäche hat viele Ursachen. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist ein dauerhaft zu hoher Blutdruck, der das Herz „ausleiert“. Zudem können andere chronische Erkrankungen wie Diabetes aber auch eine verschleppte Erkältung dem Herzen schaden. Daher sind regelmäßige Kontrollen und Wachsamkeit gefragt, um die leisen Anzeichen für Herzschwäche rechtzeitig zu erkennen.

Wer kann Herzschwäche bekommen?
Herzschwäche kann grundsätzlich jeden treffen. Die Mehrheit der rund 2 Millionen Herzschwäche-Patienten in Deutschland ist jedoch älter als 45 Jahre.

Wie hoch ist Ihr Herzschwäche-Risiko? Jetzt testen: https://www.ratgeber-herzinsuffizienz.de/erkennen/online-test/

Was kann man tun?
Am wichtigsten ist das rechtzeitige Erkennen und Handeln. Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt werden kann, desto eher kann man dem fortschreitenden Funktionsverlust entgegenwirken. Es ist daher wichtig, auch scheinbar unwichtige Symptome mit dem Arzt offen zu besprechen. Das gilt auch, wenn die Erkrankung bereits festgestellt wurde. Treten trotz Therapie Beschwerden auf, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Therapie nicht ausreichend wirksam ist.
Herzschwäche Patienten sollten mit ihrem Arzt außerdem darüber sprechen, wie sie ihre Therapie im Alltag unterstützen können, z. B. durch „herzfreundliche“ Kost und Bewegungstraining.

Der Arzt kann helfen
Herzschwäche ist eine Krankheit, die das Leben stark beeinträchtigt und unbehandelt lebensbedrohlich sein kann. Wird die Erkrankung rechtzeitig bemerkt und behandelt, kann man dem Fortschreiten der Krankheit konsequent entgegenwirken und das Herz vor Schäden an seiner Funktion und Form schützen.

Informationen & Tipps zur Herzschwäche
Die Initiative Herzschwäche von Novartis möchte die Aufmerksamkeit für diese schwere Erkrankung erhöhen und bietet auf der Website www.herzschwäche.de viele Informationen und Tipps rund um die Erkrankung. Patienten, Angehörige und Interessierte finden dort aktuelle Informationen zur Erkrankung sowie praktische Tests u. a. zur Einschätzung von Beschwerden und dem persönlichen Risiko, an Herzschwäche zu erkranken. Des Weiteren können Interessierte über ein Online Bestellformular ein umfassendes kostenloses Informationspaket zum Thema Herzschwäche bestellen.

Vor rund vier Jahren gründete Klausnitzer die Selbsthilfegruppe Herzschwäche Nürnberg. Einmal im Monat trifft sich die Selbsthilfegruppe Herzschwäche zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung. Sie ist immer noch eine der wenigen Selbsthilfegruppen  in Deutschland, die sich im Besonderen an Patienten mit Herzschwäche und deren Angehörige richtet. Die Selbsthilfegruppe Herzschwäche trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat.
Kontakt: Winfried Klausnitzer, Tel. 0911/25377940,Telefonsprechzeiten: Dienstag 14:00 - 15:00 Uhr und Donnerstag 11:00 - 12:00 Uhr, sonst über Anrufbeantworter, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: www.herzschwaeche-nbg.de.
Aus der Selbsthilfegruppe wurde 2016 der Verein Herzschwäche Franken gegründet, der sich deutschlandweit um Herzschwächepatienten und ihre Angehörigen kümmert, Selbsthilfegruppen fördert und betreut und die Krankheit stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken möchte.    
Der Verein: Herzchwäche Franken e.V. , Kontakt: Winfried Klausnitzer,  Telefon: 6491312 (Anrufbeantworter), E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: www.herzschwaeche-franken.de.

Herzschwäche ist auch das Thema der Gesunden Stunde am Samstag den 26. Mai 2018 ab 17 Uhr. Hören Sie hier nochmal das Gespräch mit PD Dr. med. Meike Rybczynski, Oberärztin am Universitären Herzzentrum Hamburg.

Die Gesunde Stunde am 29. September 2018:
Passend zum Weltherztag lautet unser Thema der Gesunden Stunde am Samstag, 29. September, 17 Uhr: Herzschwäche. Klassik Radio Moderator Clemens Benke spricht mit Herzschwäche-Patient Winfried Klausnitzer, Gründer und Vorsitzender der Patientenselbsthilfegruppe
Herzschwäche Franken e. V. 


Hier können Sie die Sendung noch einmal nachhören:




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