Ehrenamt im DRK - Mehr als nur ein Job

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Egal ob im sozialen Bereich, in der Politik, beim Sport oder auch in der Kultur, ohne freiwillige Helfer die ehrenamtlich, mit Begeisterung und Motivation Ihre Kenntnisse in den Bereichen beisteuern, würde vieles in unserer Gesellschaft gar nicht funktionieren.

Klassik Radio Spezial

Im Gespräch mit Klassik Radio Moderator Johannes Weisz berichtet Gerda Hasselfeldt, die Präsidentin des DRK, über das Ehrenamt, dessen Bedeutung heute und in Zukunft. Außerdem geht es um die Frage,  was Gesellschaft und Politik dazu beitragen können,  die ehrenamtliche Arbeit, die den Kit unserer Gesellschaft bildet, auch in Zukunft machbar und attraktiv zu halten. Mehr dazu in einem Klassik Radio Spezial am Samstag, den 14.09.19 um 17 Uhr. 

Hier ein paar Fakten:

Das Ehrenamt im DRK

Die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ist im vergangenen Jahr um etwa 10.000 auf rund 435.000 gestiegen, davon allein 134.700 beim Jugendrotkreuz. Das ist der höchste Stand seit mehr als 15 Jahren.
Das ehrenamtliche Engagement ist unentgeltlich, d.h. die ehrenamtlich Engagierten erhalten keine finanzielle Honorierung ihres zeitlichen Einsatzes. Damit dennoch alle Menschen ein Ehrenamt in unserem Verband wahrnehmen können, werden entstehende Kosten, z.B. Fahrtkosten, nach Absprache erstattet.

Das Ehrenamt im DRK zeigt sich in den vielen Tausend unmittelbar aktiven Helferinnen und Helfern, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen einsetzen, um hilfebedürftige Menschen und Menschen in sozialen und persönlichen Notlagen zu unterstützen, zu begleiten, zu stärken, zu retten und zu versorgen. 

Das DRK setzt sich für die Stärkung der sozialen Verantwortung der Bevölkerung ein, indem das ehrenamtliche Engagement in seinen Aufgabenfeldern und selbstverwalteten Strukturen ermöglicht wird und Menschen zum Mitmachen mobilisiert werden.

Forderungen des DRK zur Förderung des Ehrenamts

Um das soziale ehrenamtliche Engagement zu stärken, wünscht sich das DRK seitens Politik eine nachhaltige Förderung von Infrastrukturen für ehrenamtliches/ bürgerschaftliches Engagement. Beispielsweise braucht es bundesweite und flächendeckende Anlaufstellen, die – potenzielle – Engagierte sowie Organisationen über die Möglichkeiten ehrenamtlichen, bürgerschaftlichen Engagements informieren, beraten und vermitteln. Die bestehenden Anlaufstellen (z.B. Freiwilligenagenturen, Selbsthilfekontaktstellen oder Seniorenbüros), die neben der Beratung und Qualifizierung wichtige Koordinierungs- und Vernetzungsaufgaben leisten, befinden sich häufig in finanziell unsicheren, oft prekären Situationen. Hier ist eine ausreichende Finanzierung der Förderstrukturen, möglichst verlässlich abgestimmt zwischen Bund, Ländern und Kommunen, auch um Doppel-/Mehrfachstrukturen zu vermeiden, notwendig.

Damit das ehrenamtliche/bürgerschaftliche Engagement in der Gesellschaft und Politik gesteigert werden kann, wäre die Einführung einer bundesweiten „Engagement-Karte“ eine gute Möglichkeit sein. Denkbar wäre auch eine Anrechnung langjährigen Engagements als Wartesemester für ein Studium.

Ehrenamtlich Engagierte wenden sich den Menschen zu, weil sie dies wollen, nicht weil sie beruflich dazu verpflichtet sind. Gerade dieser andere, informelle Zugang ist es, der die besondere Qualität freiwilligen Engagements kennzeichnet. Um die Unentgeltlichkeit als Wesensmerkmal des Engagements zu verdeutlichen, fordert das DRK die Ermittlung des Umfangs und Wirkung der Monetarisierung im Ehrenamt, die Chancen und Risiken der Monetarisierung zu identifizieren und die Prioritäten bei der Engagementförderung anzupassen.

Das Ehrenamt auf dem Weg in die Zukunft

Um die ehrenamtliche Hilfsbereitschaft zu stärken und zu professionalisieren, hat das DRK im Jahr 2016 23 Mindeststandards zur Förderung des Ehrenamtes verabschiedet. Dazu gehört der Einsatz hauptamtlicher Ehrenamtskoordinatorinnen und –koordinatoren. Mehr als 50% aller DRK-Kreisverbände verfügen bereits über diese wichtige Unterstützungsstruktur, die ein Garant sind für ein zeitgemäßes Ehrenamtsmanagement und gute Rahmenbedingungen. Ihre Aufgabe ist es Maßnahmen zur Gewinnung, Orientierung, Ausbildung und Bindung von motivierten freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bereitschaften, Bergwacht, Wasserwacht, Juendrotkreuz und Wohlfahrts- und Sozialarbeit zu initiieren und koordinieren.

Ehrenamt konkret: Die Schulsanitätsdienste im Jugendrotkreuz

Jugendliche helfen ihren Mitschülerinnen und Mitschülern: Indem sie sich im Schulsanitätsdienst engagieren, sorgen sie bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und leisten in Notsituationen schnelle Hilfe. Sie sind fit in Erste Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die Stabile Seitenlage ausführt.

Weitere Informationen

Mehr Informationen erhalten Sie am 14.09.19 von 17 bis 18 Uhr in einem Klassik Radio Spezial
und auf der Website des Deutschen Roten Kreuzes.

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