Gemeinsame Therapieentscheidungen beim Multiplen Myelom

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Multiples Myelom: Hobbys und Gespräche können Kraft geben

BannerFoto: Daniel Möller | Andreas Dirksen

Andreas ist am Multiplen Myelom erkrankt. Er schöpft Kraft aus Sport, Malerei und Fotografie.

Das Multiple Myelom ist eine Form von Blutkrebs, an der in Deutschland etwa 7.000 Menschen im Jahr neu erkranken. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen, und die Erkrankung tritt eher im höherem Lebensalter auf. Gerade zu Beginn der Erkrankung sind die Symptome häufig unspezifisch, sodass manchmal mehrere Monate vergehen, bis die Diagnose gestellt wird.

Das Multiple Myelom ist bislang nicht heilbar, doch häufig lassen sich Phasen mit reduzierter Krankheitsaktivität erreichen, in denen es den Patient*innen wieder besser gehen kann. Dieser Krankheitsverlauf mit Höhen und Tiefen kann für die Betroffenen sehr belastend sein.

Andererseits berichten Patient*innen, dass Sport und Bewegung oder auch ein festes Ziel vor Augen zu haben helfen können, mit Belastungen besser umgehen zu können. Zum Beispiel Andreas – der passionierte Segler sagt: „Wenn man Sport treibt und fit ist, kommt man besser durch die schlechteren Krankheitsphasen.“ Gleichzeitig hat er schon früh erfahren, wie wichtig gute Kommunikation ist: Zum Gespräch über die erste Behandlung wurde seine Frau dazugebeten, und vor seiner Stammzelltransplantation holte er sich aktiv Informationen, z. B. bei Selbsthilfegruppen.

Mehr zur Erkrankung, die ganze Geschichte von Andreas und weitere Patientenberichte können Sie hier nachlesen: Wissen macht stark ǀ Multiples Myelom

Gemeinsame Entscheidungen für eine bessere Therapie – auch beim Multiplen Myelom

BannerFoto: Peter Grueger Pictures | PD Dr. Jens Ulrich Rüffer
Zu Gast bei Klassik Radio

PD Dr. Jens Ulrich Rüffer erklärt, wie beim Multiplen Myelom gemeinsame Entscheidungen die Therapie verbessern können.

Was bei Andreas so gut geklappt hat – Kommunikation und Information –, dafür gibt es in der Medizin einen Fachbegriff: „Shared Decision Making“, also gemeinsame Entscheidungsfindung. Aufgeklärte Patient*innen und eine Kommunikation auf Augenhöhe sind wichtige Eckpunkte in diesem Konzept. Was genau steckt dahinter – und wie kann es gelingen?

Der Hämatologe und Onkologe PD Dr. Jens Ulrich Rüffer beschäftigt sich seit langem damit, wie Ärzt*innen und Patient*innen gemeinsame Therapieentscheidungen treffen können. Im Gespräch mit Klassikradio berichtet PD Dr. Rüffer von seinen Erfahrungen und bezieht sich dabei auf das Multiple Myelom, denn der März ist der Aktionsmonat für diese zweithäufigste Blutkrebserkrankung.

PD Dr. Rüffer ist wichtig, dass Patient*innen im Vorfeld von Entscheidungen ausreichend Informationen bekommen, um die eigene, individuelle Situation besser zu verstehen. In seinem Programm „Share to care“ werden daher Betroffene ermutigt, Fragen zu stellen und alle Möglichkeiten abzuwägen. Wenn Therapieentscheidungen so vorbereitet und dann gemeinsam getroffen werden, halten die Patient*innen sich insgesamt besser an die Therapiepläne – häufig auch mit einem besseren Ergebnis.

Weitere Informationen zum Multiplen Myelom finden Sie hier: Hoffnung Bei Krebs

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MAT-DE-2400563-1.0-03/2024