Avi Avital

avi-avital © Harald Hoffmann / Deutsche Grammophon
Ein Pionier: Der israelische Musiker hat die Mandoline in die großen Konzertsäle gebracht und begeistert mit seinen Arrangements für das Instrument.



Ein Zufall besiegelt sein Schicksal

Avi Avital wird 1978 in Be’er Sheva, Israel, geboren. Mi t acht Jahren beginnt er, Mandoline zu spielen, nimmt allerdings Unterricht bei Simcha Nathanson – einem Violinlehrer. Durch seinen Lehrer beschäftigt Avital sich viel mit dem Repertoire für die Violine und lernt von früh auf, dass diese Literatur sich genauso gut für die Mandoline eignet.

Seine musikalische Laufbahn kann Avital während des Wehrdienstes weiterverfolgen: Er wird in ein Förderungsprogramm aufgenommen und studiert in Jerusalem. Später führt der Weg ihn nach Italien. Einen entscheidenden Schritt auf seine internationale Karriere setzt er 2007: als erster Mandolinist in der Geschichte gewinnt er die renommierte Aviv Competition.

Was nicht passt…

…wird passend gemacht – das ist die Devise bei Avi Avital. Das begrenzte Repertoire für die Mandoline erweitert er stetig, indem er Kompositionen für anderen Instrumente für die Mandoline arrangiert. Mit ihm erreicht die Mandoline neue Berühmtheit und kommt auch wieder in die internationalen Konzertsäle.

2010 wird er für seine Arbeit als erster Mandolinist für einen Grammy nominiert. Etwas später wird die Deutsche Grammophon auf den Künstler aufmerksam und nimmt ihn unter Vertrag. Auf seinen Alben überrascht Avital mit eigenen Transkriptionen von Bachwerken, mit Projekten zwischen klassischer und traditioneller Folklore, sowie mit Crossover-Projekten zwischen zeitgenössischer Klassik und Jazz.

Über 90 Werke wurden bereits für Avi Avital komponiert. Unter anderem arbeitete Avital eng mit den Klarinettisten Giora Feidman und David Orlowsky zusammen. Gerne lässt Avital sich auf seinen Konzerttourneen von experimentierfreudigen Ensembles wie „The Knights“, der Berliner Camerata oder der Potsdamer Kammerakademie begleiten.

Seit acht Jahren lebt Avital in Deutschland und hat dabei Berlin zu seiner neuen Wahlheimat gemacht.

Avital im Gespräch mit Klassik Radio

Im Interview mit Fanny Rosenberg erzählt Avi Avital von den Besonderheiten seiner Mandoline, von seinem Engagement, das Repertoire für sein Instrument stetig zu erweitern und von seinen Projekten im Jahr 2019:





   

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