Carl Maria von Weber

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Eine Familie voller Künstler, vom Vater als Kapellmeister bis zur Schwester als Sängerin. Wenn die eigene Familie - und damit die gesamte Kindheit - aus Musik und Kunst besteht, kann man scheinbar nur selbst ein äußerst begabter Musiker werden.
Im Fall von Carl Maria von Weber wurde er sogar zum mit bekanntesten Teil der musikalischen Familie.

Kindheit und Ausbildung

Carl Maria von Weber wurde am 18. oder 19. November 1786 in Eutin im heutigen Schleswig-Holstein geboren. Nachdem die eigenen Träume eines erfolgreichen Musikers für seinen Vater gescheitert waren, legte dieser sein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung und Förderung seines Sohnes.

Ab 1796 bekam der junge Carl Unterricht von verschiedensten Musiklehrern, in dieser Zeit entstanden auch die ersten Kompositionen, wie 1798 seine erste Oper „Die Macht der Liebe und des Weins“.

Sein Vater reiste zu diesem Zweck mit Weber durch ganz Deutschland, war es sein großes Ziel, seinen Sohn in der Musikwelt fest zu etablieren.

Carl Maria von Webers Reise-Jahre

Nach seiner Anstellung als Kapellmeister am Theater in Breslau und kurzzeitig als Sekretär eines französischen Offiziers in Stuttgart begannen für Weber seine sogenannten „Reise-Jahre“. Von 1810 bis 1813 befand sich Weber ständig auf der Straße, auf der Suche nach einer neuen Anstellung.

Er verdiente sich sein Geld mit zahlreichen Konzertauftritten in Süddeutschland, der Schweiz, Prag, Leipzig und vielen weiteren Städten. Ab 1813 fand seine Suche und damit seine Reise in Prag endlich ein Ende. Zu diesem Zeitpunkt fand er eine Festanstellung als Kapellmeister am Ständetheater.

Auch wenn er den dreijährigen Vertrag, wegen seiner langen Dauer, nur unter Vorbehalt unterschrieb, freute er sich darauf, endlich alte Schulden bezahlen zu können.

Die ergiebigsten Jahre

Nachdem ihm dieses Vorhaben gelungen war, erhielt er am 25. Dezember 1817 seine Berufung als Hofkapellmeister an dem Dresdner Hoftheater. Zu dieser Zeit entstanden schließlich seine wohl bekanntesten Werke, wie die Oper „Der Freischütz“, „Euryanthe“ und „Oberon“.

Reise zurück nach Hause

Weber war gezeichnet vom ständigen Stress, den er sein ganzes Leben empfand. Ende Mai 1826 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand plötzlich rapide. Zu diesem Zeitpunkt war Weber gerade in London und es ängstigte ihn, vor seinem Tod nicht mehr in die Heimat seines Herzens Dresden zu kommen, in der er als Hofkapellmeister seine glücklichsten Jahre verbracht hatte. Er plante, zwei Tage nach der letzten Aufführung des Freischütz - am 07. Juni - nach Hause zu reisen. Vergebens.

Weber starb in der Nacht zum 05. Juni 1826. Am 21. Juni wurde er in London beigesetzt. Erst 18 Jahre später war es seinen sterblichen Überresten endlich erlaubt, in sein Zuhause Dresden zurück zu kehren. Dort fand er seine letzte Ruhe im Weber Familiengrab.



(A. Kohler)
   

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