Claude Debussy

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Um ein Talent für Musik und eine Karriere als Musiker zu haben, braucht man vieles, Schulnoten spielen jedoch bei ihm eher untergeordnete Rolle.
Das beste Bespiel, dass eine fehlende Schulausbildung einer Komponisten-Karriere nicht im Weg steht, ist Claude Debussy, der niemals eine schulische Ausbildung genoss. Trotz dem fehlenden Schulabschluss war Debussy stets sehr belesen und Zeit seines Lebens Musikkritiker und –journalist.

Am 22. August 1862 wurde Achille-Claude Debussy als erstes von fünf Kindern in Saint-Germain-en-Laye geboren.

Obwohl seine Eltern sich nie gänzlich für die Musik hingaben, ermöglichten sie ihrem Sohn eine Klavierausbildung bei Madame Mauté. Sie war eine Frau aus wohlhabenderen Kreisen und behauptete, Schülerin Frédéric Chopins gewesen zu sein. Nach nur zwei Wochen bei Mauté wurde er erfolgreicher Kandidat beim Pariser Konservatorium und besuchte bereits ein Jahr nach seiner Aufnahme die Oberklasse bei Antoine François Marmontel.

Insgesamt 13 Jahre verbrachte er am Konservatorium, feierte dort viele Erfolge aber auch Misserfolge, die sein zukünftiges Schaffen prägen sollten. 

Die Kunst des eigenen Vergnügens

Debussys besonderes Schaffen lässt sich aus seiner Lebensdevise herauslesen; er folgt und widmet sich seinem Vergnügen. Nach einer ihn prägenden Reise nach Rom packt den jungen Mann die damals allgegenwertige Richard Wagner-Hysterie und er beschließt, sich in Bayreuth bei Aufführungen von „Parsifal“ und „Tristan und Isolde“ Inspiration zu holen.

Zunächst bewegt sich der junge Künstler eher weniger in Kreisen von Musikern, sondern von Malern und Philosophen. Sein Hauptanlaufpunkt sind dabei die Cafés und Cabarets von Paris. Auch in späteren Jahren betont der Musiker und Komponist immer wieder, dass er eigentlich gerne Maler oder Seemann geworden wäre.

Debussy und die Frauen

Vom Glück mit den Frauen war Debussys Leben nicht gesegnet, allerdings war er auch nicht gerade die treuste Seele. All seine Affären, wie zum Beispiel mit der Bankiersfrau Emma Bardac, flogen auf und brachen die Herzen anderer Frauen.

1899 ging Debussy eine Ehe mit dem Nähfräulein Rosalie Texier ein. Rosalie verübte, nach dem Techtelmechtel ihres Mannes mit Emma Bardac, einen erfolglosen Selbstmordversuch und reichte schließlich die Scheidung ein.

1905 brachte Emma Bardac die gemeinsame Tochter zu Welt, welche bereits mit 14 Jahren an Diphterie verstarb.

Trotzdem war die Liebe ein wichtiger Teil seiner Schaffenswelt. So widmete er seiner ersten Liebe Gabrielle Dupont eines seiner berühmtesten Werke: „Prélude á l’apres-midi d’un fuane.“  

Die Natur als Inspiration

Bereits als Kind liebte der Komponist das Meer und die Natur. Bis zuletzt ließ er sich von der Natur inspirieren. So werden im Jahr 1900 seine „Nocturnes“ uraufgeführt. Im Mittelpunkt dieser drei Stücke steht wiedermal die Natur.

Krankheit und Tod

Debussy selbst verstarb 25. März 1918 nach einem neunjährigen Leidensweg. Der Komponist war an Darmkrebs erkrankt und selbst eine Operation konnte ihn nicht retten, sondern verschlimmerte sein Leiden noch. Debussy wurde in Paris beigesetzt.

Claude Debussy revolutionierte die Musik mit seiner Vorstellung von Klangfarben. Er gilt bis heute als das Bindeglied zwischen Romantik und Moderne und auch wenn seine Zeitgenossen seine Musik nie ganz verstanden, bleibt er bis heute einer der bedeutendsten Komponisten.

(A. Kohler)
   

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