Jessye Norman

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Ihr Repertoire reicht von Oper über Lieder bis hin zu Jazz, Blues und Gospel. Ihre Vielseitigkeit zeigt sich nicht nur musikalisch, sondern auch in politischem und gesellschaftlichem Engagement. Auch wenn sie sich mittlerweile größtenteils von öffentlichen Auftritten zurückgezogen hat, bleibt Jessye Norman eine der ganz großen Sängerinnen unserer Zeit. Am 15. September 1945 in Augusta (Georgia, USA) geboren, entdeckte Norman bereits in ihrer frühesten Kindheit ihre Liebe zum Gesang. Ein Radio, in dem sie die wöchentlichen Live-Übertragungen der Metropolitan Opera New York mitverfolgen konnte, weckte ihr Interesse an der klassischen Musik. Als sie Marian Anderson hörte und im Anschluss deren Autobiographie las, erwachte in ihr der Wunsch Opernsängerin zu werden.

Unterstützung durch die Schule

Sie trat häufig bei Schulveranstaltungen und Feierlichkeiten in ihrer Heimatstadt auf. Ihr Gesangstalent blieb den anderen nicht verborgen und als sie im Alter von 16 Jahren von einem Wettbewerb, der „Marian Anderson Music Scholarship Competition“ hörte, unterstützten ihre Mitschüler sie und ermöglichten ihr die Reise nach Philadelphia. Ihre Chorlehrerin begleitete sie. Sie gewann nicht, doch die Jury ermutigte sie dazu, ernsthaft Gesang zu studieren. Auf dem Rückweg hielt ihre Lehrerin noch in Washington D.C. und arrangierte ein Treffen mit der musikalischen Fakultät der Howard University. Norman sang ihre Wettbewerbslieder vor und überzeugte Professorin Carolyn Grant auf Anhieb. Diese veranlasste, dass Norman ein volles Stipendium angeboten wurde, welches diese auch annahm. 1967 schloss Norman die Universität mit einem Bachelor Abschluss ab. Es folgte ein Studium am Peabody Institute in Baltimore bei Alice Duschak sowie an der University of Michigan bei Pierre Bernac, welches sie mit einem Master Abschluss abschloss.

International bekannt

Erstes internationales Aufsehen erregte Norman als sie 1968 beim ARD-Wettbewerb in München den 1. Preis gewann. In Folge dessen wurde ihr ein Dreijahresvertrag an der Deutschen Oper Berlin angeboten, den sie annahm. Ihr Debüt gab sie als Elisabeth in Richard Wagners Tannhäuser. 1972 gab Norman ihr Debüt an der Mailänder Scala als Aida unter der Leitung von Claudio Abbado und im selben Jahr war sie am Covent Garden als Kassandra in Berlioz‘ Oper Les Troyens zu sehen. Auch in die USA kehrte sie in diesem Jahr zurück, sie sang im Hollywood Bowl. Ihr Debüt an der Metropolitan Opera New York gab sie 1983 ebenfalls in der Rolle der Kassandra in der Oper Les Troyens.

Großes Repertoire

In diesen Jahren begann Norman auch mit dem Singen von Liedern. Ihr Repertoire wuchs schnell, besonders bekannt wurden ihre Interpretationen von Richard Wagners Wesendonckliedern, Arnold Schönbergs Gurrenliedern sowie Alban Bergs Altenbergliedern. Ihre Popularität zeigt sich auch in verschiedenen anderen Auftritten: So sang sie 1981 beim zweiten Amtsantritt von Präsident Reagan, sowie 1997 beim zweiten Amtsantritt von Bill Clinton. 1988 sang sie bei dem Solidaritätskonzert für Nelson Mandela im Londoner Wembley Stadion. Sie trat zur Olympiaeröffnung 1996 in Atlanta auf und sang auch zur 100-Jahr-Feier der Freiheitsstaue in New York von Paris aus über Satellit die Marseillaise und war zum 60. Geburtstag von Queen Elizabeth II als prominente Gratulantin geladen.

(M. Lippold)
   

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