Marcus Bosch

marcus-bosch © Thomas Niedermüller
Marcus Bosch ist seit 2011 Generalmusikdirektor des Staatstheaters und der Staatsphilharmonie Nürnberg und seit 2016 Erster Gastdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz.
Seit 2010 leitet er als Künstlerischer Direktor die Opernfestspiele Heidenheim und ist Mitgründer und Leiter des Festivalorchesters Cappella Aquileia. 2016 wurde er als ordentlicher Professor für Dirigieren an die HMT München berufen.

Die Anfänge

Nach seinem Debüt im Alter von 24 Jahren bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz entschied sich der deutsche Dirigent brasilianisch-italienischer Abstammung für die klassische Kapellmeisterlaufbahn, die ihn an die Staatstheater Wiesbaden und Saarbrücken sowie zum Staatsorchester Halle führte. Von 2002 bis 2012 war Marcus Bosch dann mit großem Erfolg Generalmusikdirektor der Stadt Aachen und begann seine internationale Karriere.

Als Gast dirigierte er über 100 Orchester in Europa, Asien und Amerika, darunter die Staatskapelle Dresden, die Münchner Philharmoniker, das Orchestre National des Belgique, das Orchestre Philharmonique du Luxembourg, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre de la Suisse Romande, das Orchestra Nazionale della RAI Torino, das RSB und DSO Berlin, das MDR Sinfonieorchester und die Deutsche Radiophilharmonie.

Aktuell

In der Spielzeit 2017/18 stehen u.a. Debüts beim Quatar Philharmonic Orchestra und bei den Opern in Köln ("Fledermaus“-Neuproduktion) mit dem Gürzenich-Orchester und in Leipzig (Wiederaufnahmen "Tosca" und "Freischütz") mit dem Gewandhausorchester an. Als Operndirigent gastierte er u.a. an der Sächsischen Staatsoper, an der Ungarischen Staatsoper, am Theater Basel, der Göteborgs Operan und am Teatro Filarmonico Verona, Teatro Pavarotti Modena und am Teatro Claudio Abbado Ferrara ("Tristan und Isolde").

Regelmäßiger Gast ist er bei den Stuttgarter Philharmonikern und der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Orquesta Sinfonica de Gran Canaria, der Komischen Oper und der Hamburgischen Staatsoper, wo er seit seinem Debüt mit "Fidelio" 2005 u.a. "Die Entführung aus dem Serail", "Der Freischütz", "Falstaff", "Macbeth" und "Der fliegende Holländer" dirigiert hat und mit der Eröffnungspremiere der Spielzeit 2013/14 "Meister und Margarita" von York Höller einen überwältigenden Erfolg feierte.

Liebling der Skandalregisseure

Regisseure wie Peter Konwitschny, Calixto Bieito, David Bösch, Stéphane Braunschweig, Georg Schmidleitner sind Partner seiner Musiktheaterarbeit.



Marcus Bosch dirigierte die weltweit erste frei zugängliche Live-Internetübertragung (Premiere "Salome" 2008 aus Aachen) und die erste live in Kinos übertragene Opernpremiere ("Tristan und Isolde" 2012 aus Nürnberg). Er dirigiert mit dem Nürnberger Klassik Open Air jährlich die mit über 90.000 Besuchern größte Klassikveranstaltung Europas, die zudem von TV, Livestream und Radio begleitet wird.

Marcus Bosch ist Vorsitzender der GMD Konferenz und u.a. Mitglied im Beirat des Deutschen Dirgentenforums.

Ab der Saison 2018/19 übernimmt er künstlerische Verantwortung bei der Norddeutschen Philharmonie Rostock und wird dort Conductor in Residence.
   

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