Niccolò Paganini

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Er war hager, blass und hatte eine krumme Haltung. Aber er war von Paris über London bis Wien berühmt: der Geiger Niccoló Paganini! Er spielte, als wäre er vom Teufel besessen. - So beschrieben die Menschen damals, was sie hörten und sahen. Daher erhielt Paganini schnell den Beinamen Teufelsgeiger und die wildesten Mythen rankten sich um ihn.

Die Mythen um Paganini

Er habe seine Seele an den Teufel verkauft. Er sei ein Kind des Teufels oder einer Hexe. Anders konnten sich die Menschen sein außergewöhnliches Spiel nicht erklären. Dann sein Aussehen! Er sah unheimlich aus, mit seiner blassen Haut und den fehlenden Zähnen im Unterkiefer; Einen Großteil seiner Zähne verliert er allerdings nicht, weil er mit dem Teufel im Bunde ist, sondern nach einer aggressiven Behandlung mit Quecksilber gegen eine Syphilis-Erkrankung.

Die Leute erzählten sich, dass seine G-Saite nicht aus dem gedrehten Darm eines Tieres (wie damals üblich), sondern aus dem Darm eines Mädchens gemacht sei. Noch dazu sei seine Geige doch sicherlich verflucht! Wie sonst könne er so darauf spielen?

Er soll sich gerne mit Frauen umgeben haben und dem Glücksspiel verfallen gewesen sein. Die Mythen, die um ihn herum existierten, machten ihm das Leben nicht immer leicht, aber natürlich waren sie förderlich für seine Bekanntheit. Jeder wollte den berühmten „Teufelsgeiger“ sehen.

Paganini machte sich allerding auch einen Spaß daraus diese Geschichten zu unterfüttern… beispielsweise spielte er einmal auf dem Friedhof ein Konzert für die Toten.

Die Fakten über Paganini

Paganini kam am 27. Oktober 1782 in Genua zur Welt. Als Kind überlebt er knapp eine Masernenzephalitis. Von da an durfte er nicht mehr mit anderen Kindern spielen und nicht raus gehen. Also beschäftigte sein Vater ihn zu Hause. Er war Instrumentenbauer und wohl ein sehr strenger Mann.
Er ließ den jungen Niccoló von früh bis spät üben, verweigerte ihm das Essen, wenn er nicht folgte. Also lernte Paganini Gitarre, Geige und später auch das Komponieren.

Mit 19 läuft Paganini von zu Hause weg und wird zunächst Musiker im Orchester des Fürstenhauses von Lucca. Ab 1810 zieht er musizierend durch Italien und 1828 verlässt er erstmals seine Heimat für eine Konzertreise - sein virtuoser Ruf eilt ihm schon hier voraus.

Paganinis Werke

Er spielt bei seinen Konzerten ausschließlich selbst komponierte Werke. Technisch gehören sie bis heute zu den schwierigsten Stücken, die je für Geige komponiert wurden und fordern sowohl die Technik als auch die Leidenschaft eines Musikers. Heute sind vor allem seine 24 Capricen für Solovioline bekannt, die zwischen 1802 und 1817 entstanden.

Paganini revolutionierte das damalige Geigenspiel. Er war der Geigenvirtuose seiner Zeit und seine Konzerte brachten ihm viel Geld ein.

Paganinis Tod

Seine körperliche Verfassung war zum Ende seines Lebens nicht mehr gut. Er war geplagt von Krankheiten und zog sich zurück. 1840 stirbt er mit nur 58 Jahren in Nizza, aber die Priester weigern sich seinen Leichnam in geweihter Erde beizusetzen; er ist immerhin der Teufelsgeiger.



David Garrett mimt 2013 den Teufelsgeiger Niccolò Paganini in einer Verfilmung.

Lernen Sie die Geigenvirtuosen von heute kennen: Nicola Benedetti, Guy BraunsteinJulia Fischer oder Daniel Hope.
   

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