Simone Young

simone-young © Fabricius von Berthold
Als Simone Young im Alter von sechs Jahren Klavier lernen wollte, musst sie sich anfangs mit einer Papiertastatur begnügen.
Simone Young ist eine Vorreiterin: Für Frauen war der Platz am Dirigentenpult lange ein schwer einnehmbares Feld. Sollte man männliche Kollegen aufzählen, scheint die Liste der Namen endlos: von Herbert von Karajan über Sir Simon Rattle und Sir Roger Norrington bis hin zu Nikolaus Harnoncourt. Doch das ändert sich immer mehr. Young dirigierte auf Empfehlung Daniel Barenboims 2005 als erste Frau die Wiener Philharmoniker, die noch heute für ihren geringen Frauenanteil bekannt sind. „Ich glaube, wir machen grundsätzlich einen Fehler, indem wir Männlichkeit mit Stärke verbinden und Weiblichkeit mit Sensibilität. Jeder Künstler braucht Stärke und Sensibilität, egal ob es Mann oder Frau ist“, so Young. (br klassik am 11.02.2016)

Schwerer Start

Simone Young wird in Sydney am 02. März 1961 geboren. Als sie im Alter von sechs Jahren Klavier lernen wollte, musst sie sich anfangs mit einer Papiertastatur begnügen, da ihre Familie nicht genügend Geld für ein Klavier aufbringen konnte. Weder dadurch noch durch den Umstand, dass die australische Kulturlandschaft nur wenig Unterstützung bekommt, ließ Simone Young sich beirren.

Youngs Karriere beginnt in Deutschland

Bereits mit 25 Jahren ging sie nach Deutschland und machte Karriere: Sie dirigierte renommierte Orchester wie die Berliner und Münchner Philharmoniker und hatte zahlreiche Engagements an berühmten Opernhäusern wie zum Beispiel an der Metropolitan Opera in New York, der Wiener Staatsoper oder der opéra national de Paris.

Anstellung und freies Engagement

In Hamburg war sie zehn Jahre lang in einer sicher nicht immer einfachen Doppelfunktion tätig: Als Intendantin der Hamburgischen Staatsoper und als Generalmusikdirektorin der Philharmoniker Hamburg. Seit 2015 ist sie als freie Dirigentin tätig und genießt es, dass sie sich jetzt mehr auf die Musik und weniger auf organisatorische Aufgaben fokussieren kann.



„Als ich anfing, Wagner zu dirigieren, war ich neu in der Szene. Das war unerhört: Junge australische Frau dirigiert Ring-Zyklus in Berlin und Wien! Als würde ein Hund eine Geige in die Hand nehmen und Tschaikowsky spielen.“ (Süddeutsche Zeitung Magazin: Heft 26/2015)


   

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