Sol Gabetta

sol-gabetta © Uwe Arens/ Sony Classical
Sol Gabetta ist eine argentinische Cellistin, die 1981 in Villa Maria in Argentinien geboren wurde und heute in der Schweiz bei Basel lebt. Sol Gabetta und ihr Cello - wenn Musik zu Liebe wird. Sie beweist immer wieder Passion in ihrer Beziehung zur Musik.

Wie kein anderes Instrument verkörpert das Cello die innige Beziehung zwischen sich und seinem Musiker, die in Analogie zu einer wahrhaftigen Liebesbeziehung steht - Eine Liebesbeziehung, die vor allem dann erotische Züge annimmt, wenn das Cello durch eine Frau gespielt wird. Auf der einen Seite der voluminöse, harte Körper des Saiteninstruments, auf der anderen Seite die Hingabe anmutiger Weiblichkeit, die in einer leidenschaftlich, musikalischen Symbiose mündet.

Sol Gabetta erhielt ihre erste Auszeichnung im Alter von zehn Jahren

Am 18. April 1981 als Tochter einer russisch-französischen Mutter und eines argentinischen Vaters mit italienischen Wurzeln als jüngste von vier Kindern geboren, entdeckt Sol ihre musikalische Begeisterung bereits sehr früh. Sie probiert sich, durch die Förderung ihrer Eltern (ihre Mutter Irène Timacheff ist selbst Pianistin), an unterschiedlichen Instrumenten aus. Und das mit Erfolg. Bereits mit zehn Jahren gewinnt Sol ihren ersten Wettbewerb in Argentinien, worauf weitere Erfolge, wie der Natalia Gutman Award oder der Tchaikovsky Wettbewerb in Moskau folgten. Zu ihren späteren Lehrern gehören Ivan Monighetti und David Geringas.
Für das Cello entschied sich Sol, nachdem sie ein größeres Instrument wollte als ihr Bruder. Dieser spielt Violine. Doch richtig gepackte hatte das Cello Sol als sie und als sie die Cellistin Christine Walewska spielen hörte. Da war sie so verzaubert von dem Klang, dass die Wahl auf Cello fiel. Und die Wahl schien offensichtlich für die Cellistin die richtige gewesen zu sein. 

Sol Gabettas internationaler Durchbruch

Der internationale Durchbruch gelang ihr 2004 bei den Luzerner Festspielen mit den Wiener Philharmonikern und Valery Gergiev. Für Ihre Einspielung von Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1, Es-Dur op. 107 gewinnt sie 2013 den ECHO Klassik in der Kategorie „Instrumentalistin des Jahres“ sowie für die „Kammermusik-Einspielung des Jahres“.

Musik vor Optik

Jung und attraktiv ist Sol Gabetta zweifelsohne und dennoch wehrt sie sich gegen die erotischen Vermarktungsstrategien der klassischen Musikbranche, die ihr Aussehen über musikalisches Talent stellen wollen. Sol Gabetta lässt lieber ihr musikalisches Talent und ihr meisterhaftes Spiel für sich sprechen. Über das sind sich die meisten Pressestimmen einig: Es sei sanft, weich und verkörpere pure Eleganz und Anmut. Dahinter steckt auch sehr viel Arbeit. Bereits in jungen Jahren übte sie drei Stunden am Tag ihr Cellospiel, später waren es teilweise sogar bis zu Stunden. Und selbst wenn sie ein Stück bereits einmal auf einem Konzert gespielt hat, übt sie es wieder und wieder, bis sie zufrieden ist. Von Spontanität auf der Bühne hält Sol Gabetta nichts. 

Pressestimmen sind voll des Lobes

Der „Tages Anzeiger Zürich“ urteilt: „Wie Gabetta aber bei aller stürmerischen Verspieltheit des Ausdrucks den Ton veredelt, wie sie die zartesten Übergänge gestaltet“ sei außergewöhnlich, als kreiere sie mit dem Cello sfumatöse Effekte, die man sonst nur aus Gemälden kenne.  („(…) mit viel Wärme und romantisierendem Duktus“ entfalte sie „den samtigen, seidenweichen Ton ihres kostbaren Guadagnini-Cellos.“ (Badische Zeitung, 15. Juni 2009.))
Sol Gabetta trat bereits mit unterschiedlichen Stars der Klassik Szene auf, beispielsweise mit Hélène Grimaud oder Cecilia Bartoli und ist neben Kollegen wie Alban Gerhardt, Mischa MaiskyYo-Yo Ma und Mstislaw Rostropowitsch auf den internationalen Bühnen nicht mehr wegzudenken.


Sol Gabetta privat

Vor allem zu ihrer Mutter hat Sol Gabetta ein enges Verhältnis. Sie ist ihre Vertraute und übt immer auf sanfte Weise Kritik an ihr. Auch zu ihrer ältesten Schwester Jacqueline, die Autistin ist, hat sie ein gutes Verhältnis. Darüber hinaus initiierte sie das Kammermusikfestival SOLsberg und gründete die „Cappella Gabetta“, ein Barockorchester, das unter der Leitung ihres Bruders Andrés Gabetta steht.

Die Familie zog dem Musiklehrer Ivan Monighetti hinterher. Zuerst von Argentinien nach Madrid und dann weiter nach Basel in die Schweiz. Dort ging Sol Gabetta dann auf die Musik-Akademie. Ihre Hochschulausbildung absolvierte sie bei David Geringas an der Musik-Hochschule „Hanns Eisler“ in Berlin und schloss mit dem Konzertexamen ab. Ihr Vater Antoine blieb mit Schwester Jacqueline in Argentinien bis sie eine Schule in Frankreich für sie gefunden hatten. Erst dann verkaufte er das Haus und zog zum Rest der Familie in die Schweiz.

Dort lebt Sol Gabetta auch heute noch. Sie wohnt mit ihrem Sohn, der am 31.Mai 2017 auf Welt kam, in einem kleinen Bauerndorf namens Olsberg in der Schweiz. Seit 2018 hat Sol Gabetta die Schweizer Staatsbürgerschaft.
   

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