Princess Eliza
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Princess Eliza – englische Impulse für Hessen-Homburg

In einer Jubiläumsausstellung ehren die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen die englische Landgräfin Elizabeth im Bad Homburger Schloss zum 250. Geburtstag.

Sir William Beechey, Prinzession Elizabeth von Großbritannien, Irland und Hannover, um 1797, Sammlung Familie Eric Leonhardt, Bad Homburg v. d. Höhe
Uwe Dettmar
Sir William Beechey, Prinzession Elizabeth von Großbritannien, Irland und Hannover, um 1797, Sammlung Familie Eric Leonhardt, Bad Homburg v. d. Höhe

Mit einer Sonderausstellung erzählen die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen im Schloss Bad Homburg v. d. Höhe die Geschichte eines außergewöhnlichen Aufblühens: Eine englische Prinzessin sollte sich als die bedeutendste Landgräfin des Hauses Hessen-Homburg erweisen:

Princess Eliza – englische Impulse für Hessen-Homburg würdigt Landgräfin Elizabeth (1770-1840) erstmals in allen Wirkungsbereichen als vielseitige Künstlerin, Bauherrin, Reformerin, sozial Engagierte sowie als Naturverbundene.

Bevor sie Landesherrin wurde, hatte die Tochter des britischen Königspaares Georg III. (1738–1820) und Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz (1744–1818), 48 Jahre lang ohne staatstragende Aufgaben am Hof in London und Windsor gelebt. Nach ihrer Heirat 1818 und fortgesetzt nach dem Tod des Gatten 1829 waren zusätzliche Talente gefordert. Viele Rückblicke auf Elizas Leben hatten sich vor allem den künstlerischen Begabungen gewidmet, doch gibt es mehr zu entdecken: Die Ausstellung im Bad Homburger Schloss zeigt, dass sie sich in dem Staatswesen an der Seite von Friedrich VI. Joseph (1769-1829) als tatkräftige Fürstin erwies und in mancher Beziehung einen britisch-deutschen Kulturtransfer anstieß

Eliza besaß ein ausgeprägtes Interesse für Botanik und Gartenkunst. Direkt nach ihrem Einzug in Homburg im Jahr 1820 ordnete Eliza Pflanzenlieferungen aus den Royal Botanic Gardens, Kew an. Eine der beiden Zedern, die den Schlosseingang bis heute zieren, stammt aus einer Lieferung an Eliza.
Frederic Schlosser
Eliza besaß ein ausgeprägtes Interesse für Botanik und Gartenkunst. Direkt nach ihrem Einzug in Homburg im Jahr 1820 ordnete Eliza Pflanzenlieferungen aus den Royal Botanic Gardens, Kew an. Eine der beiden Zedern, die den Schlosseingang bis heute zieren, stammt aus einer Lieferung an Eliza.

Mit Energie, dank ihrer Mitgift und Apanage, wurden das Residenzschloss modernisiert und vergrößert sowie die Landgräfliche Gartenlandschaft ausgebaut, die heute zu Hessens gartenkulturellem Erbe gehört. In der mit den Ämtern Homburg und Meisenheim zweigeteilten Landgrafschaft wurde die Verkehrs- und andere Infrastruktur verbessert, man errichtete Verwaltungsgebäude, förderte das Schul- und Gesundheitswesen, erweiterte die Bedürftigen-Fürsorge und verschönerte die Landschaft. Auf Eliza geht ein Schub an Innovationen in dem zuvor verarmten Ländchen zurück, das drittkleinster Staat im damaligen Deutschen Bund war.

Ihre zweite Lebensetappe machte sie glücklich und der Wunsch, nützlich zu sein, trieb sie an: There is great satisfaction in feeling one is useful, at least to me it has ever been my ambition […], notierte sie 1833. Die Sonderausstellung, unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, zu der ein Katalog mit neuen Forschungsergebnissen erschienen ist, wird in ihrer ehemaligen Witwenwohnung, der Bibliothek und der Ahnengalerie des Bad Homburger Schlosses vorgestellt. Erstmals sind Möbel, Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenstände für diese Präsentation zurückgekehrt. Ihre Spuren prägen den Kurort Bad Homburg v. d. Höhe bis in die Gegenwart. Idealerweise begeben sich Besucher:innen nicht nur in das Schloss, sondern auch in die reizvolle Umgebung im Hochtaunus. Die Ausstellung wird bis zum 18. November 2021 zu sehen sein

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Uwe Dettmar
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Uwe Dettmar
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