Bäume von unten fotografiert
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Bäume von unten fotografiert
Ein Wald für Bach

Er war Naturbursche und bekommt jetzt einen Wald

Das hätte Bach gefallen: Am Störmthaler See entsteht ein neuer Mischwald. Ein Wald mit musikalischem Hintergrund.

Das war für uns die gute Nachricht der Woche:

Im Dezember 1723 kam Johann Sebastian Bach nach Störmthal südlich von Leipzig, um die neue Orgel im Ort einzuweihen. Jetzt wird am Störmthaler See ihm zu Ehren ein neuer Mischwald gepflanzt, der „Bachwald.“ Die Stiftung Wald für Sachsen und das Bachfest Leipzig stehen hinter dem Projekt. Am letzten Samstag wurden dafür rund 1000 Setzlinge an dem Tagebausee eingepflanzt. Das Bachfestival möchte damit seine CO2-Bilanz aufbessern und die vom Freistaat Sachsen gegründete Stiftung Wald hat sich zur Aufgabe gemacht, bis 2030 in Sachsen 50 Millionen klimaresistente Bäume zu pflanzen.

Bach war Naturbursche

Bereits seit einer Weile sammelt das Bachfest Spenden für den Wald. Pro Setzling kamen ungefähr Kosten von drei Euro auf und in den kommenden Jahren sollen 25 Hektar mit 126.000 Bäumen und 3.600 Sträuchern bepflanzt werden. Der Intendant des Bachfest Leipzig Michael Maul ist sich sicher, dass der Komponist sich sehr über das Projekt gefreut hätte: „Ich glaube, ihm hätte die Idee gut gefallen. Man kann sagen, dass Bach ein Waldmensch war. Er ist am Rand des Thüringer Waldes geboren und ist im Herzen immer Thüringer geblieben. Ich glaube, er wäre begeistert gewesen.“

Die gute Nachricht des Tages hören Sie Montag bis Freitag mit Thomas Ohrner um 12:40 Uhr bei Klassik Radio.

(15.04.2022/A. Kohler)