Claude Monet Seerosen
Claude Monet
Claude Monet Seerosen
Kunst inspiriert Musik

Gesungene Kunst – Musik aus Farben und Tönen

Svenja Weierich aus Düsseldorf ist ausgebildete Sängerin im Bereich Oper und Konzert und vertont mit ihrer Stimme Bilder.

Wie sieht das aus?

Sie geht mit ihrem Musiker Thomas Mayer ins Studio, das Licht wird gedimmt, sie stellt ein Bild auf, es wird auf dem Keyboard die Tonart ausgewählt und dann gehts los. Ohne Noten, ohne Plan, alles improvisiert. Der Keyboarder spielt spontan Akkorde und Svenja lässt sich von ihm und von dem Bild inspirieren.

Svenja Weierich
Glasow Fotografie
Svenja Weierich

„Ich lasse mich vor allem von Farben inspirieren. Am liebsten singe ich Bilder aus der Natur. Für mich hat jeder Baum seinen eigenen Ton. Auch das Meer kann man toll vertonen“, sagt Svenja Weierich.

Dabei weiß sie am Anfang selbst oft nicht, wie das am Ende klingen wird.

„Es ist unglaublich spannend. Wenn ich mich ins Studio stelle, habe ich keine Ahnung, was am Ende dabei rauskommt. Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass ein Gelb am Morgen ganz anders als ein Gelb am Abend klingen kann. Und als ich mal ein Bild zweimal vertont habe, klang es zweimal anders. Und hatte trotzdem seine Parallelen.“

Wir haben Svenja Weierich eine kleine Aufgabe gestellt: Wie klingt Claude Monets Seerosenteich. Und das ist dabei herausgekommen:
Monet Seerosenteich Vertonung Svenja Weierich und Thomas Meyer inspiriert von Klassikradio
Monet Seerosenteich Vertonung Svenja Weierich und Thomas Meyer inspiriert von Klassikradio

Inspiriert von Klassik Radio

„Ich bin ein großer Filmmusikfan und höre gerne Klassik Radio. Als ich die Musik zu Schindlers Liste bei Klassik Radio gehört habe, habe ich mir gedacht, wie würde es wohl klingen, wenn meine Stimme die Geige ist? Und so ist das Experiment entstanden. Daraus entstanden weitere Aufnahmen und Konzerte. Und der Gedanke, was ist, wenn ich mich einfach mal von meiner Stimme und meinen Gefühlen treiben lasse und nichts plane. Und ich bin immer wieder selbst überrascht, was daraus entstehen kann.“

(12.10.2022 / S. Sellnow)