Die vier Schwestern aus "Little Women"
Sony Pictures Germany
Die vier Schwestern aus "Little Women"
Schmidts Streamingtipps KW 01

„Little Women“ – erfrischender Kostümfilm

Zur Auswahl stehen: ein charmanter Choleriker, ein Agenten-Action-Spektakel, eine Tanz- und Nummernrevue und ein Festivalgewinner.

Es gibt Romane, die sind so zeitlos, dass sie noch 150 Jahre nach ihrem Erscheinen gerne gelesen und verfilmt werden. Der Familienroman "Little Women", 1868 von der Amerikanerin Louisa May Alcott geschrieben, ist solch ein Dauerbrenner - und wer Jane Austen mag, wird auch „Little Women“ lieben.

Auch wenn es schon fünf Kinofassungen und neun Serienadaptionen des Stoffes gibt, sollte man sich die neuste Version von Regisseurin Greta Gerwig nicht entgehen lassen. Denn ihr für sechs Oscars nominierter Film ist inspirierend, bewegend und überaus unterhaltsam.

 

 

LITTLE WOMEN Trailer German Deutsch (2020)
LITTLE WOMEN Trailer German Deutsch (2020)
LITTLE WOMEN Trailer German Deutsch (2020)

Es geht um vier Schwestern und um ihre Wünsche, Träume und Gefühle. Saoirse Ronan und Emma Watson spielen zwei der Schwestern, außerdem sind Meryl Streep, Laura Dern und Timothée Chalamet dabei. „Little Women“, jetzt zu sehen bei Netflix, ist voller geistreicher Dialoge und amouröser Verstrickungen. Sehr vergnüglich das Ganze.

 

 

 

 

 

Tanzrevue und Familiengeschichte

Wenn die Öffentlich-Rechtlichen einen aufwendigen Mehrteiler drehen, dann nennen sie das „Event-Serie“. Die ARD hatte neulich „Ein Hauch von Amerika“ zu bieten, das ZDF legt jetzt mit einem ebenfalls historischen Projekt nach. „Der Palast“ bietet Varieté, Show, Tanz und Revue, denn es geht um den Berliner Friedrichstadt-Palast. Die toll choreographierten Tanzeinlagen bilden den Rahmen einer großen emotionalen deutsch-deutschen Familiengeschichte.

 

 

 

 

 

DER PALAST - Offizieller Trailer
DER PALAST - Offizieller Trailer
DER PALAST - Offizieller Trailer

Im Mittelpunkt stehen die Zwillingsschwestern Chris und Marlene, die sich Ende der 1980er Jahre das erste Mal in ihrem Leben gegenüberstehen, was beider Leben natürlich gehörig durcheinanderwirbeln wird. Svenja Jung übernimmt die Doppelrolle der beiden Zwillingsschwestern; Event-Serien-Dauerbrenner wie Heino Ferch und Anja Kling sind auch mit dabei. „Der Palast“ ist als sechsteilige Miniserie in der ZDF-Mediathek zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

Gyllenhaal + Colman + Ferrante = Drehbuchpreis in Venedig

Manchmal sorgen schon ein paar Namen dafür, dass man sich für einen Film interessiert. So ist das auch im Fall von „Frau im Dunkeln“. Denn Schauspielerin Maggie Gyllenhaal hat in ihrem Regiedebüt einen Roman der Erfolgsautorin Elena Ferrante verfilmt und dafür die großartige Olivia Colman, bekannt als Queen Elizabeth in „The Crown“ oder aus der grandiosen britischen Serie „Broadchurch“, in der Hauptrolle engagiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frau im Dunkeln | Offizieller Trailer | Netflix
Frau im Dunkeln | Offizieller Trailer | Netflix
Frau im Dunkeln | Offizieller Trailer | Netflix

Es beginnt als Sommerfilm im Urlaub auf einer griechischen Insel. Dort begegnen sich zwei Frauen, zwei Mütter aus zwei Generationen und sehr bald wird es psychologisch hochinteressant, denn es geht um Scham und Schmerz, um Verlorenheit und Einsamkeit, um Frauen, die an ihrer Mutterrolle verzweifeln.

Gyllenhaal hat nicht nur Regie geführt, sondern auch das Skript geschrieben und hat bei der Premiere des Films auf den Filmfestspielen von Venedig 2021 dafür den Preis für das beste Drehbuch gewonnen. „Frau im Dunkeln“, im noch besser passenden Original „The Lost Daughter“ betitelt, ist jetzt bei Netflix zu sehen.

 

Ralph Fiennes als King’s Man

Der Brite Matthew Vaughn ist dank Filmen wie „X-Men“, „Kick-Ass“ oder „Kingsman“ einer der erfolgreichsten Filmemacher in Hollywood. Privat hat er es auch ganz gut getroffen – seine Frau ist das Top-Model Claudia Schiffer. Nun gibt es in den Kinos einen neuen Film von ihm, denn weil seine Agenten-Parodie „Kingsman: The Secret Service“ nicht nur äußerst lustig, sondern auch finanziell sehr erfolgreich gewesen ist, folgt nun nach dem zweiten Teil ein dritter, der die Vorgeschichte des legendären Geheimdienstes erzählt: "The King’s Man - The Beginning".

THE KING'S MAN: THE BEGINNING – Offizieller Trailer (deutsch/German) | 20th Century Studios
THE KING'S MAN: THE BEGINNING – Offizieller Trailer (deutsch/German) | 20th Century Studios
THE KING'S MAN: THE BEGINNING – Offizieller Trailer (deutsch/German) | 20th Century Studios

Die Rolle des King’s Man-Gründers übernimmt der wunderbare Ralph Fiennes und auch viele deutsche Stars, u.a. Daniel Brühl, spielen kleinere Rollen. Es gibt natürlich wieder viel Spektakel und viele Sprüche, aber da der Film zur Zeit des Ersten Weltkriegs spielt, ist er wesentlich düsterer geraten und manchmal wähnt man sich eher in einem Kriegsdrama als in einer Agenten-Komödie.

Für die Fans sicherlich trotzdem sehenswert, allen anderen sei dann doch eher der geniale erste Kingsman-Film empfohlen - können Sie aktuell bei Disney+ streamen.

 

 

 

Charmanter Choleriker und hyperventilierender Hallodri

Er ist der Meister aller Grimassenschneider – der Franzose Louis des Funès. Wenn Sie endlich mal wieder oder vielleicht zum allersten Mal einen Film mit ihm schauen möchten, dann gäbe es da aktuell gleich mehrere Möglichkeiten, denn in der ARD-Mediathek laufen gleich fünf Filme des charmanten Cholerikers, geliebten Giftzwergs und Kult-Komikers, darunter die drei ersten Teile der „Fantomas“-Reihe und die weniger bekannte Komödie „Karambolage“.

Dazu gibt es noch die zweiteilige Dokumentation „Nein…doch…oh – die Louis de Funes Story“, benannt nach dieser legendären Szene aus dem Klassiker „Hasch mich, ich bin der Mörder“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Louis de Funès: Nein!? - Doch!! - Ohh!!!
Louis de Funès: Nein!? - Doch!! - Ohh!!!
Louis de Funès: Nein!? - Doch!! - Ohh!!!

Der Mann mit der in Sekundenschnelle eskalierenden Mimik, der missgünstige und meistens hyperventilierende Spießbürger. Fünf Louis de Funès-Film plus eine interessante Doku, die aus Filmszenen, Archivmaterial und Privataufnahmen besteht und den Schauspieler von seiner unbekannten Seite zeigt.  Zu sehen in der ARD-Mediathek.