Florian Lukas zielt als Dart-Profi ganz genau
Sky
Florian Lukas zielt als Dart-Profi ganz genau
Schmidts Streamingtipps KW 48

Mit Pfeil und Vokuhila - Comedyserie "Die Wespe"

Starbesetzer Kinofilm über die Guccis, neue ARD-Eventserie, Benedict Cumberbatch in Oscar-Form und Florian Lukas mit Vokuhila.

Die Stimmung in diesen Tagen ist ja leider oft eher in Moll gehalten, da braucht man eigentlich täglich was zum Drauf-Freuen und zum Gute-Laune-Kriegen. Und genau dafür schaut man am besten mal bei Sky rein. Dart-Pfeil und Vokuhila, das sind nur zwei von vielen schönen Zutaten für eine sehr lustige Comedy-Serie namens „Die Wespe“. Florian Lukas spielt einen Dart-Profi auf der Verliererspur, der es allen noch einmal beweisen will.

 

 

Die Wespe - Trailer | Sky
Die Wespe - Trailer | Sky
Die Wespe - Trailer | Sky

Es gibt gleich mehrere Pluspunkte dieser Serie: die liebevolle Ausstattung, eine hohe Gag-Dichte und eben die Hauptdarsteller, denn nicht nur Florian Lukas ist großartig als Eddie „Die Wespe“ Frotzke, sondern auch Ulrich Noethen als ehemaliger Dart-Profi Nobbe mit Goldkettchen, Tattoos und Alkoholproblemen. Die sechsteilige Comedyserie „Die Wespe“ jetzt bei Sky – eine charmante und lustige Underdog-Geschichte, die nebenbei auch noch dazu führt, dass man ganz schnell wieder die alte Dart-Scheibe aufhängen möchte.

 

 

 

 

 

Meeresforscher, Lebemann und Abenteurer

Wenn man an die großen Tierfilmer des letzten Jahrhunderts denkt, dann fallen einem Namen wie Heinz Sielmann, Bernard Grzimek oder Jacques Cousteau ein. Zu Letzerem gab es vor fünf Jahren schon den Kinofilm "Jacques - Entdecker des Ozeans", jetzt kann man eine Doku über ihn sehen. Und die heißt schlicht „Becoming Cousteau“ – und lässt uns eintauchen ins Leben des Meeresforschers, Abenteurers, Lebemanns, Umweltaktivisten und Filmkünstlers Jacques-Yves Cousteau.

 

 

 

 

 

Becoming Cousteau | Official Trailer | Disney+
Becoming Cousteau | Official Trailer | Disney+
Becoming Cousteau | Official Trailer | Disney+

Schon in den 1950er Jahren forderte Cousteau mehr Rücksicht auf die Natur und warnte vor der verheerend destruktiven Kraft der Menschen, was heute leider aktueller denn je ist. Wer mehr über den Mann mit der roten Wollmütze erfahren will, inklusive seiner Zerrissenheit und seiner Abgründe, der sollte sich „Becoming Cousteau“ auf Disney+ anschauen. Und gleich danach Cousteaus Filmklassiker »Die schweigende Welt«, der bei YouTube unter dem englischen Titel „The Silent World“ zu sehen ist und der nicht nur einen Oscar, sondern 1956 bei den Festspielen in Cannes die Goldene Palme gewonnen hat - als erste Dokumentation überhaupt.

 

 

 

 

 

ARD-Eventserie über die 1950er Jahre

Die ARD feiert ja schon länger Erfolge mit ihren „historischen Eventserien“, zuletzt war es „Oktoberfest - 1900“. Jetzt startet eine neue Mini-Serie, die uns wieder mitnimmt auf eine Reise in die Vergangenheit und zwar in die Pfalz in die 1950er Jahre.

“Ein Hauch von Amerika“ erzählt in sechs Teilen von der Stationierung der rund 100.000 amerikanischen Soldaten in der Region. Die einen feiern sie als Befreier, die anderen empfinden sie als Besatzer. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft der beiden jungen Frauen Erika und Marie, Bürgermeister- bzw. Bauerntochter und die Liebesgeschichte zwischen Marie und dem schwarzen GI George.

„Ein Hauch von Amerika“ ist nicht frei von Kitsch und in der Figurenzeichnung etwas holzschnittartig geraten; davon abgesehen bildet die Mini-Serie aber viele der damaligen Befindlichkeiten und gesellschaftlichen Probleme nachvollziehbar ab und erzählt meistens mitreißend von einer Zeit im Umbruch, von Freiheitsdrang und Emanzipationsbestreben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Benedict Cumberbatch in Oscar-Form

Wir kennen und lieben ihn als Sherlock Holmes – den britischen Schauspieler Benedict Cumberbatch. Er hat seit seinem Durchbruch in der BBC-Serie viele tolle Rollen gespielt, aber jetzt hat er sich selbst nochmal übertroffen. Denn als Anti-Held, als Fiesling Phil in Jane Campions Spätwestern „The Power of the Dog“ ist Benedict Cumberbatch so gut wie noch nie – und könnte damit durchaus Oscar-Chancen haben.

Er spielt einen herrischen Viehzüchter, der die Frau seines Bruders und ihren Sohn drangsaliert. Ein komplizierter und faszinierender Mann, hinter dessen Grausamkeit man eine immense Verletzlichkeit erahnt.

The Power of the Dog | Offizieller Trailer | Netflix
The Power of the Dog | Offizieller Trailer | Netflix
The Power of the Dog | Offizieller Trailer | Netflix

Das in den 20ern in Montana spielende, in Neuseeland gedrehte Filmdrama bietet lauter komplexe Männerbilder – vom toxischen Tyrannen über den einfühlsamen Ehemann bis hin zum femininen Sohn. Die „Das Piano“-Regisseurin Campion hat mit ihrem ersten Spielfilm seit zwölf Jahren in Venedig den Silbernen Bären für die Beste Regie gewonnen. „The Power of the Dog“ – mit Benedict Cumberbatch und Kirsten Dunst, voller atemberaubender Aufnahmen und intensiv gespielt. Der Film ist bei Netflix zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

Glitzer, Glamour, Gucci

Gerade erst (30. November) ist Regisseur Ridley Scott 84 Jahre alt geworden – und er ist trotz seines Alters gerade einer der fleißigsten Filmemacher. Denn nach seinem Ritter-Drama „The Last Duel“ kommt nun schon der zweite Scott-Blockbuster in diesem Jahr in unsere Kinos, sein hochkarätig besetzter Film über das vielleicht berühmteste Modehaus der Welt.

„The House of Gucci“ mit Adam Driver, Al Pacino, Jeremy Irons, Jared Leto, Salma Hayek und einer herrlich überkandidelten Lady Gaga erzählt die Geschichte des Gucci-Clans von den 1970er bis zur Ermordung von Maurizio Gucci in den 90er-Jahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

House of Gucci - Offizieller Trailer deutsch/german HD
House of Gucci - Offizieller Trailer deutsch/german HD
House of Gucci - Offizieller Trailer deutsch/german HD

158 Minuten lang bekommen wir Leinwand-Luxus pur serviert: verschwenderische Sets, Ausstattungs-Alarm allerorten, es schillert, glitzert und glamourt. Die Gucci-Familie prüft übrigens gerade rechtliche Schritte gegen Scotts Film, denn sie werde sehr unvorteilhaft dargestellt, als – Zitat: „Krawallmacher, ignorant und unsensibel gegenüber der Welt um sie herum“. „The House of Gucci“ ist jetzt in unseren Kinos zu sehen.

(04.12.2021 / F. Schmidt