Fröhliche Dorfbewohner tanzen um einen festlich leuchtenden Weihnachtsbaum
Capelight Pictures
Fröhliche Dorfbewohner tanzen um einen festlich leuchtenden Weihnachtsbaum
Schmidts Streamingtipps KW 45

Wunderbar origineller Weihnachtsfilm aus Norwegen

Außer einem erneut genial spielenden Albrecht Schuch empfehlen wir Ihnen viel Skandinavisches, vor allem aus Schweden und Norwegen.

Bunte Lichter, Kerzen, der Duft von Zimt, Lebkuchen und Orangen: Weihnachten ist die schönste Zeit des Jahres. Wenn man sich daran erinnert.

Denn im norwegischen Nummer-1-Kinoerfolg „Elise und das vergessene Weihnachtsfest“ hat gleich ein ganzes Dorf keinen blassen Schimmer, was am 24. Dezember so besonders ist.

 

 

ELISE UND DAS VERGESSENE WEIHNACHTSFEST Trailer (Deutsch)
ELISE UND DAS VERGESSENE WEIHNACHTSFEST Trailer (Deutsch)
ELISE UND DAS VERGESSENE WEIHNACHTSFEST Trailer (Deutsch)

Kann Elise es schaffen, ihr ganzes Dorf doch noch vom Weihnachtsmann zu überzeugen? „Elise und das vergessene Weihnachtsfest“ ist ein bezaubernder Familienfilm, der mit viel weihnachtlicher Magie und einer traumhaften Winterkulisse schon recht früh, aber auch sehr besinnlich und vergnüglich aufs bevorstehende Weihnachtsfest einstimmt.

 

 

 

 

 

Genialer Albrecht Schuch als Autor Thomas Brasch

Albrecht Schuch ist aktuell einer der angesagtesten und besten deutschen Schauspieler. Er gewann im letzten Jahr zwei Lolas – für seine Rollen in „Berlin Alexanderplatz“ und „Systemsprenger“. In diesem Jahr war er schon in den beiden Literaturverfilmungen „Fabian“ und „Schachnovelle“ zu sehen, und nun ist er wieder in unseren Kinos und wieder spielt Schuch unfassbar intensiv - den Autor und Filmemacher Thomas Brasch. Ein Dagegen-Schreiber, Rebell und Revolutionär, der in der DDR mit seinem Idealismus aneckte und sich mit politischen Provokationen bald zum Staatsfeind entwickelte.

 

LIEBER THOMAS | Offizieller deutscher Trailer | ab 11. November im Kino!
LIEBER THOMAS | Offizieller deutscher Trailer | ab 11. November im Kino!
LIEBER THOMAS | Offizieller deutscher Trailer | ab 11. November im Kino!

Wie Schuch diesen besessenen Brasch, diesen unbeugsamen und vor lauter Energie so oft überschäumenden Liebenden und Lebenden, Schreibenden und Nie-Schweigenden spielt, ist mal wieder zum Staunen genial.

„Lieber Thomas“ - ein poetisches in schwarz-weiß gedrehtes Porträt über einen unkonventionellen Rebellen.

 

 

 

Lebensechte schwedische Serie über die Liebe

Wie erlebt man Liebe, wenn man 19, 35 oder 70 ist? Darum geht es in der schwedischen Serie „Einfach Liebe - Onlinedates und Neuanfänge“, die mir sehr gefallen hat, weil sie amüsant und gleichzeitig berührend ist.

 

 

 

 

Wie fühlt sich Liebe an? | Einfach Liebe
Wie fühlt sich Liebe an? | Einfach Liebe
Wie fühlt sich Liebe an? | Einfach Liebe

Die Regisseurin und Drehbuchautorin Josephine Bornebusch hat auch eine der drei Hauptrollen übernommen, sie spielt die bindungsscheue Oberärztin Clara. Dazu gibt es noch ihren Vater Sten, gerade Witwer geworden, und ihren jüngeren Bruder Aron. Alle drei geraten aufgrund unterschiedlicher Umstände in arges Gefühlchaos und Liebeswirren. Die sechsteilige Mini-Serie ist mitfühlend erzählt und mitreißend gespielt, sehr lebensecht, oft lustig, manchmal traurig. Und sehr zu empfehlen. „Einfach Liebe“ ist noch bis zum 24. November in der ARD-Mediathek verfügbar.

 

 

 

 

 

 

Brisante Thriller-Serie über rechtsradikale Terrorzelle

Wenn man auf der Suche nach einer guten neuen Serie ist, dann scrollt man sich ja häufig durch das Angebot von Netflix, Amazon oder Sky. Man wird aber auch oft im ZDF fündig, vor allem in punkto spannender und politisch brisanter Unterhaltung. Das ist auch der Fall im aktuellen Achtteiler „Furia“. Eingebettet in die idyllischen Fjorde Norwegens schlummert eine rechtsextreme Zelle, die einen der größten Terroranschläge Europas plant.

 

 

 

 

 

 

 

 

Furia - Trailer (2021)
Furia - Trailer (2021)
Furia - Trailer (2021)

Die deutsch-norwegische Coproduktion zeigt, wie eine Geheimdienstagentin eine rechtsradikale Terrorzelle infiltriert und verwebt dabei reale Ereignisse mit actionreicher Fiktion. Es geht um Maulwürfe in den Sicherheitsorganisationen und um Drahtzieher in der Politik. Inszeniert wurde „Furia“ von Magnus Martens und Lars Kraume, neben der großartigen norwegischen Besetzung sind auch Nina Kunzendorf, Ulrich Noethen und Christian Berkel zu sehen. „Furia“ ist in der ZDF-Mediathek zu sehen, da die Serie ab 16 Jahren freigegeben ist, allerdings erst ab 22 Uhr oder mit vorheriger Altersverifikation.

 

 

 

 

 

Beeindruckendes Regiedebüt über Rassismus

Bekannt wurde sie als Vicky in Woody Allens Film „Vicky Christina Barcelona“ (der übrigens noch einen knappen Monat in der ARD-Mediathek zu sehen ist) – Schauspielerin Rebecca Hall. Seitdem hat sie mit Steven Spielberg und Ben Affleck gearbeitet und inzwischen auch ihr Regiedebüt vorgelegt, das jetzt bei Netflix zu sehen ist.

„Passing“ heißt der Film, der den deutschen Titel „Seitenwechsel“ bekommen hat, seine Premiere auf dem Sundance Filmfestival feierte und auf Nella Larsens gleichnamigen Roman basiert. Wir befinden uns im New York des Jahres 1929 und folgen zwei afro-amerikanischen Jugendfreundinnen. Die eine hat einen schwarzen Arzt und die andere einen reichen Weißen geheiratet, der nichts von ihrer wahren Herkunft ahnt...

 

 

 

 

 

 

 

Passing | Official Trailer | Netflix
Passing | Official Trailer | Netflix
Passing | Official Trailer | Netflix

Rebecca Hall, die selbst einen schwarzen Großvater hatte, in Filmen jedoch meist als Weiße besetzt wird, begibt sich hier auf eine auch sehr persönliche berührende Spurensuche und hat trotz kleinem Budget einen unglaublich stilvollen, Schwarz-Weiß-Film gedreht. Kostüme, Kulissen und Requisiten sind exquisit genauso wie das Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Tessa Thompson und Ruth Negga.

 

 

 

True-Crime-Serie über den Mord an Olof Palme

Am 28. Februar 1986 wurde der schwedische Ministerpräsident Olof Palme auf offener Straße erschossen. Jahrzehntelang tappte die Polizei im Dunkeln, was die Ermittlungen des Mörders anging. Nun erzählt eine neue schwedische Miniserie vom Fall und dem möglichen Täter. „Der unwahrscheinliche Mörder“ ist – laut Netflix – eine fiktive Interpretation der wahren Geschichte und erzählt in fünf knapp einstündigen Folgen vom mutmaßlichen Mörder Palmes, von Stig Engström. Der hatte sich gleich nach dem Mord als Zeuge bei den Ermittlern gemeldet.

The Unlikely Murderer | Official Teaser | Netflix
The Unlikely Murderer | Official Teaser | Netflix
The Unlikely Murderer | Official Teaser | Netflix

Die Serie erzählt von den Ermittlungspannen der Polizei und vom Grafikdesigner Engström, der sich durch eine Kombination aus Dreistigkeit und Glück und trotz offensichtlicher Falschaussagen und eines penetranten wichtigtuerischen Auftretens der Justiz entziehen konnte. Hier geht es nicht so sehr um die Aufklärung des Mordfalls, sondern um das Psychogramm und Porträt dieses pathologischen Lügners. Robert Gustafsson, bekannt geworden als „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, ist beeindruckend gut in der Hauptrolle, wie die ganze Serie einen durchaus spannenden Sog entwickelt.

„Der unwahrscheinliche Mörder“ ist jetzt bei Netflix zu sehen und wenn Sie „Zodiac“ oder „Mindhunter“ mochten, dann dürfte auch diese schwedischen Miniserie was für Sie sein.

(13.11.21 / F. Schmidt)