150 Jahre Schloss Neuschwanstein

Das Märchenschloss feiert Geburtstag

150-jahre-schloss-neuschwanstein © Sergii Figurnyi
Es ist ein Schloss der Superlative. Eingebettet zwischen Bergen, Wäldern und einem See lockt es jedes Jahr tausende Besucher an. In 150 Jahren schon über 69 Millionen Menschen.
Wenn man an die Alpenlandschaft denkt, haben viele zuerst großen Wiesen mit Kühen und schöne alte Fachwerkhäuser im Kopf, aber wohl eher nicht ein pompöses Schloss, das wie eine weiße Majestät übers Land blickt – Schloss Neuschwanstein.

Schloss Neuschwanstein sollte Rückzugsort werden

König Ludwig II. hatte den Bau in Auftrag gegeben. Weil er schon sehr früh - mit 18 Jahren - vollkommen unerfahren König wurde, stürzte er sich in seine Traumwelt und schuf ein Schloss im Stil einer alten Ritterburg. Er ließ sich dabei von Richard Wagners Opern inspirieren, den er sehr verehrte und von der Wartburg, die in der Nähe der thüringischen Stadt Eisenach steht. König Ludwig baute das Schloss, um sich von seinen königlichen Pflichten zu erholen. An Wagner schrieb er, dass das Schloss in drei Jahren fertig sein sollte. Das konnte natürlich nicht eingehalten werden. Erst 1892 wurde es fertiggestellt. König Ludwig konnte die Schönheit seines Schlosses leider nicht mehr genießen, weil er im Juni 1886 auf mysteriöse Weise gestorben ist. Man vermutet, dass er im Starnberger See ertrank. Übrigens bekommt Richard Wagner in Bayreuth gerade starke Konkurrenz. In Zukunft soll es nämlich ein neues Barockfestival geben. 






LKA auf Schloss Neuschwanstein

Am 5. September 1869 wurde der Grundstein gelegt, der übrigens gerade erst vom Landeskriminalamt ausfindig gemacht wurde. Die Beamten suchten das komplette Schloss, von der obersten Turmspitze bis zum letzten Sockel, ab und wurden schlussendlich in der Südwand des Ritterbads fündig. Mit einem elektromagnetischen Sondierungssystem entdeckten sie eine Messingkapsel in der Nähe eines mit 1869 datierten Ziegels. In alten Bauplänen steht, was sich in der Messingkapsel die Grundsteinlegungsurkunde, ein Porträt von Ludwig II., Bauentwürfe und eine Figur der Heiligen Maria befindet. Der Stein wurde aber nicht entfernt, um an die Kapsel zu kommen. Die bayerische Schlösserverwaltung möchte die Wand aus Denkmalschutzgründen nicht aufbrechen.

Schloss Neuschwanstein war sehr teuer

Insgesamt erstreckten sich die Kosten für das Schloss auf mehr als 100 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie gedacht. König Ludwig war nämlich häufig anwesend und hatte viele Änderungswünsche. Und weil es so teuer war, wurde das Schloss schon sechs Wochen nach dem Tod des Königs für Besucher zugänglich gemacht. Sie sollten sehen, wie verschwenderisch ihr König war. Der Plan ging jedoch nicht auf, denn die Bürger waren begeistert. Heute strömen jeden Tag bis zu 7.000 Menschen zu Deutschlands berühmtestem Märchenschloss.
Das Schloss hat unglaublich viele Fenster, die immer wieder auf Hochglanz poliert werden müssen. Doch bestimmt ist das leichter als bei der Elbphilharmonie. Insgesamt müssen beim dem Konzerthaus in Hamburg stolze 2.200 Elemente geputzt werden.
   

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