185. Todestag von Vincenzo Bellini

Ein Portrait des Operngenies aus Sizilien

185-todestag-von-vincenzo-bellini © Von Giuseppe Tivoli (sec. XIX-XX), Gemeinfrei
Das Wunderkind aus Catania - Laut einer Legende soll Vincenzo Bellini bereits mit 18 Monaten seine erste Arie gesungen haben, das man jetzt aber nicht glauben muss. Einen wahren Kern hat die Geschichte.
Denn Bellini war für seine Heimat Sizilien das, was Wolfgang Amadeus Mozart für Salzburg war. Ein Aushängeschild, auf dem „Wunderkind“ stand, und das in dicken, großen Buchstaben.

Bellinis Werdegang

Der 1801 in Catania auf Sizilien geborene Bellini komponierte schon als Kind seine ersten Werke. Seine frühesten Förderer waren seine beiden Eltern, die selbst begnadete Musiker waren. Mit 18 Jahren wurde Bellini dann ans renommierte Konservatorium von Neapel geschickt, wo er nicht nur die Musik von Haydn, Mozart und Co., sondern auch die seiner sizilianischen Heimat kennenlernte. Sein Operndurchbruch ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Mit „Il pirata“ (1827) verbreitete sich sein Ruf als genialer Opernkomponist auch im Ausland.

Eine Oper kommt selten allein

Am Gipfel des Erfolgs angekommen, hätte sich Bellini eigentlich auch mal zurücklehnen können. Doch Nichtstun war nicht wirklich seine Sache. Die Karriere hatte gerade erst so richtig Fahrt aufgenommen, und der größte Erfolg lag noch vor ihm. Diesen feierte er 1831 mit seiner Oper „Norma“. Zu seinen weiteren Meisterwerken gehört „I Capuleti e i Montecchi“, nach Shakespeares Romeo und Julia.

Vorreiter in der Opernwelt 

Und die Beliebtheit seiner Opern kam nicht von Ungefähr. An seiner Seite hatte er den wahrscheinlich besten Librettisten Italiens: Felice Romani. Und auch die Musik Bellinis schlug hohe Wellen. Seine lyrischen Gesangspassagen setzten für die nächsten Jahrzehnte die Akzente im europäischen Opernbetrieb.

Doch viel Zeit, um seinen Erfolg zu genießen, hatte er nicht. Mit gerade Mal 33 Jahren starb Bellini in der Nähe von Paris. Seine neunte und letzte Oper „I puritani“ gilt noch heute als Geheimtipp. Und wenn es um die richtigen Vorbilder ging, schworen auch Giuseppe Verdi und Richard Wagner auf den Mann aus Sizilien.

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(A. Greif)
   

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