39.000 Euro für Beethoven-Locke

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Ein kleines Stück der berühmten Beethoven-Mähne wurde für eine stolze Summe im Londoner Auktionshaus Sotheby’s versteigert.


39.000 Euro für ein Hauch Beethoven

Es hatte einen kuriosen Anstrich, als sich am Dienstag im Londoner Auktionshaus Sotheby’s alles um eine kleine, dunkelbraun bis graue Haarsträhne drehte.

Diese gehörte dem deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven, der sich diese vor 200 Jahren selbst abgeschnitten haben soll und seinem Freund Anton Halm gegeben hatte, welcher diese wiederum für seine Frau Maria haben wollte.
Locken waren in einer Zeit ohne Fotografien ein sehr beliebtes Erinnerungs- oder Sammlerstück.

Das Ergebnis der Versteigerung war der Preis von 35.000 Pfund, die umgerechnet über 39.000 Euro ergeben. Experten hatten den Wert vor der Auktion „lediglich“ auf 15.000 Pfund (ca. 17.000 Euro) geschätzt.

 

Eine Locke mit Geschichte

Hinter der Beethoven-Locke, so Simon Maguire, der Direktor des Auktionshauses, steckt die „wohl beste Geschichte“ aller Objekte, die im Juni versteigert werden.

Der österreichische Komponist Anton Halm soll um eine Locke gebeten haben, da seine Frau eine große Verehrerin Beethovens gewesen sein soll. Kennengelernt hatten die beiden Musiker sich, als Halm Beethovens Große Fuge op. 133 in einer Version für zwei Klaviere arrangiert hatte.

 

Ein Streich misslingt

Beethoven soll allerdings zunächst versucht haben, der Ehefrau Halms die Haarsträhne einer Ziege unterzujubeln. Erst als der Schwindel aufflog, rückte er an seine eigene Haarpracht.

Vor dem Tod Anton Halms übergab dieser die Locke an seinen Schüler Julius Epstein, und die Locke verblieb auch viele Jahre nach dessen Tod im Familienbesitz.



 

Büschelweise Beethoven

Im Beethovenhaus Bonn etwa lagern elf Locken im Archiv. Zwei davon kann man neben einem Echtheitszertifikat eingerahmt sehen, eine andere wiederum hat man zu einer Landschaft geformt.

Weitere Beethovenlocken, die bereits im Umlauf sind, gehören heute zwei US-Amerikanern, welche die Beethoven-Büschel in den 90er Jahren für einen wahren Schnapperpreis von 4.000 Euro ersteigerten.

Auch diese haben eine Geschichte: sie sollen Beethoven ein Tag nach seinem Tod von Ferdinand von Hiller abgeschnitten und in einem kleinen schwarzen Medaillon aufbewahrt worden sein.
   

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