Allerheiligen

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Seit 835 wird Allerheiligen in der westlichen Kirche am 1. November gefeiert. In fünf deutschen Bundesländern ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag.

Der katholische Feiertag

Wortwörtlich wird an Allerheiligen allen Heiligen gedacht. Aber auch jene, die nicht heiliggesprochen sind, können wie Heilige verehrt werden.
Traditionell tragen die Geistlichen an Allerheiligen weiße Gewänder, mit denen Freude und Reinheit verbreitet werden sollen.

Traditionelle Bräuche

Auf Friedhöfen werden Gräber mit Blumen geschmückt und es werden Kerzen angezündet, deren Licht, das Seelenlicht, das ewige Leben nach dem Tod symbolisieren.
Mancherorts, etwa in Baden-Würtemberg oder Bayern gibt es in Bäckereien so genannte „Allerheiligenstriezel“, ein zum Zopf geflochtener Hefeteig. Diese sind eine symbolische Form der Seelenspeisung. Der Brauch geht auf die Antike zurück, während der als Zeichen der Trauer geflochtene Zöpfe abgeschnitten wurden.

Allerheiligen und Halloween

Diese beiden Tagen hängen miteinander zusammen, bereits der Name Halloween leitet sich aus dem englischen „All Hallows Eve“, dem Vorabend Allerheiligen, ab. Nach altem Glauben treiben Geister und Dämonen in dieser Nacht ihr Unwesen, und so soll man lieber zu Hause bleiben.

Halloween wird demnach einfach am Vorabend Allerheiligen gefeiert, vor allem in den Vereinigten Staaten, vermehrt aber auch in europäischen Ländern.

Gesetzlicher Feiertag

Heute ist Allerheiligen nicht nur ein kirchlicher, sondern fast europaweit ein gesetzlicher Feiertag der christlichen Kirche.
In Deutschland gilt dies für die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saaland, Baden-Württemberg und Bayern.

Geschichte von Allerheiligen

Die Wurzeln dieses Feiertags gehen auf das 4. Jahrhundert zurück, in die Zeit des Römischen Reichs. Um der Heiligen und Märtyrer zu gedenken, die für den christlichen Glauben ihr Leben gelassen haben, führte die damals östliche Kirche erstmals einen Herrentag der Heiligen am ersten Sonntag nach Pfingsten ein.

Etwa hundert Jahre später wurde der Feiertag für Rom auf den 1. November verlegt, im Zuge der Weihung einer Kapelle des Petersdoms. Die Westkirche übernahm dieses Datum, und 865 entschied Papst Gregor IV., dass Allerheiligen jährlich am 1. November gefeiert wird.

In der evangelischen Kirche wird Allerheiligen nicht gefeiert, da es keine Heiligenverehrung gibt. Hier gedenkt man der Toten am Totensonntag, der immer am Sonntag vor dem ersten Advent stattfindet.

Allerseelen

Allerseelen fällt auf den 2. November, also direkt nach Allerheiligen. An diesem Tag wird jener Verstorbenen gedacht, die noch nicht die volle Gemeinschaft mit Gott erreicht haben und sich noch in einem Reinigungszustand befinden. Für ihre Seelen soll an diesem Tag gebetet werden.
Heute wird Allerheiligen und Allerseelen allerdings häufig nicht mehr getrennt. Auch an Allerheiligen besuchen Menschen ihre verstorbenen Verwandten und schmücken die Gräber mit Blumen, traditionell mit Astern und Chysanthemen.





   

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