Asiatische Tigermücke erobert Deutschland

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Tropenkrankheiten waren lang Zeit nur ein Risiko für Fernreisende. Jetzt sind ihre Überträger auch in Deutschland auf dem Vormarsch.

Warenverkehr bringt MÜCKEN

Immer häufiger taucht eine Stechmücken-Art auf, die ein gefährlicher Krankheitsüberträger sein kann: Die asiatische Tigermücke.

Grund für die Einwanderung der asiatischen Tigermücke nach Deutschland ist der Anstieg der Waren,  die weltweit interkontinental verschickt werden. Insbesondere der Warenverkehr durch LKWs und Züge in Europa bietet der Mücke eine gute Gelegenheit, sich auszubreiten. Aber auch die vermehrten Reisetätigkeiten der Menschen führen dazu, dass die Eier der Mücke aus Asien nach Europa gelangen.

in Deutschland angekommen

Mittlerweile kommt die asiatische Tigermücke fast im gesamten Mittelmeerraum vor. Insbesondere Italien ist flächendeckend von der Mücke befallen. Aufgrund der intensiven Warenbeziehung zwischen Deutschland und Italien fahren täglich über 100 LKWs nach Deutschland und verschleppen somit die Mücken.

Besonders im Südwesten von Deutschland fühlt sich die Mücke aufgrund der klimatischen Bedingungen sehr wohl, denn das Rheintal gehört zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Auch liegt die Region sehr nahe an Italien und bietet somit den kürzesten Übertragungsweg, um nach Deutschland zu gelangen.
 

Aussehen

Besonders auffällig bei dieser Art ist die starke schwarze Färbung der asiatischen Tigermücke. Den Namen „Tiger“ verdankt die Mücke den zusätzlichen weißen Streifen, die gut zu erkennen sind.

Die asiatische Tigermücke ist nicht besonders groß, hat einen eher kleinen feinen Körper, und auch der Stich der Mücke ist kaum spürbar und somit nicht besonders schmerzhaft. Auch lässt sich bei dem Geräusch, das eine Mücke macht, kein auffälliger Unterschied erkennen.
 

gefahr?

Nicht bei jedem Stich werden gefährlichen Viren oder andere Krankheitserreger übertragen. Denn nicht jede Mücke trägt von Beginn an die Viren in sich.

Dennoch ist es möglich, dass die asiatische Tigermücke exotische Viren übertragen kann, wie beispielsweise das Dengue-Virus oder das Gelbfieber-Virus.

Eine Übertragung der Viren könnte erfolgen, indem ein Reisender in Asien von einer asiatischen Tigermücke gestochen wird, die eines der gefährlichen Viren in sich trägt. Die Person trägt nun das Virus in sich und kehrt zurück nach Deutschland. In der Heimat angekommen, wird die Person von einer anderen asiatischen Tigermücke gestochen, die dann das Virus in sich aufnimmt. Somit können dann die exotischen Viren auf andere Menschen übertragen werden, die gar nicht im asiatischen Raum reisen waren.

Ein anderes Szenario wäre, dass eine bereits infizierte Tigermücke in Asien durch ein Flugzeug nach Deutschland gelangt.
 

MITMACHEN, ANSTATT DRAUFHAUEN

Seit 2012 gibt es den „Mückenatlas“ vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Wenn man von einer asiatischen Tigermücke gestochen wurde und die Mücke noch relativ gut erhalten ist, gibt es die Möglichkeit, diese an das oben genannte Forschungszentrum zu schicken.

Die Wissenschaft analysiert die Mücken und kann einem mitteilen, um was für eine Art von Mücke es sich handelt und welche Krankheiten diese in sich trägt.

Zudem gibt es die kommunale Aktionsgemeinschaftsbekämpfung der Stechmückenplage, die bereits jahrzehntelang  Erfahrung in  der Bekämpfung von Stechmücken in Deutschland hat. Auch hier wird geforscht, wie man das Ausbreiten der Mücken verhindern kann. Allerdings ist dies eine sehr kostspielige Angelegenheit, und aktuell mangelt es noch an der Finanzierung.
 

Die Zukunft der asiatischen tigermücke

Auch in der Zukunft werden uns die asiatischen Tigermücken beschäftigen. In den nächsten Jahren werden sich die Tigermücken in Deutschland immer mehr ausbreiten und die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Ausbruch der tropischen Viren kommt - besonders in Großstädten – ist sehr wahrscheinlich. Das wird auf Dauer ein Problem darstellen, mit dem wir uns in Zukunft vermehrt auseinander setzen müssen.
   

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