Auktion: Bach-Partitur mit Anmerkungen Glenn Goulds

auktion-bach-partitur-mit-anmerkungen-glenn-goulds © Don Hunstein / Sony Music Entertainment
Der Heilige Gral für Bach-Liebhaber: eine sensationelle Partitur der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach mit Anmerkungen von Pianist Glenn Gould wird in New York versteigert.

Auktion bei Bonhams

Am Mittwoch, dem 5. Dezember 2018, kommt in New York im Auktionshaus Bonhams ein besonderer Schatz unter den Hammer: Eine Partitur der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Diese Partitur gehörte der kanadischen Pianistenlegende Glenn Gould, der vor allem für seine Interpretation dieses Bach-Werkes besonders gefeiert wurde.

Die Partitur ist versehen mit vielen Einträgen des Pianisten. Sie stammt aus dem Nachlass Goulds, für jene zwei Seiten Partitur mit den handschriftlichen Notizen wird ein Preis von 100.000 Dollar aufgerufen.
Gould verwendete diese Partitur 1981 für seine legendäre zweite Aufnahme der Goldberg-Variationen.

Interessante Entdeckungen über Gould

Für seine Interpretation der Goldberg-Variationen wird Gould besonders geschätzt. Die Notizen auf der Partitur sind keine Spielanweisungen für die Musik, sondern ein Plan für die Postproduktion der Aufnahme, welche 1981 stattfand. Es war damals die zweite Aufnahme der Goldberg-Variationen, die auch gefilmt wurde:



Für die Endversion wurden Takes aus unterschiedlichen Durchläufen wie Schnipsel zusammengeschnitten. Es entstanden so in einer langen und minutiösen Arbeit jene berühmten Aufnahmen, die wir von Gould kennen und die bis heute zu den besten der Goldberg-Variationen gehören.

Nur ein Jahr später starb Glenn Gould im Alter von 49 Jahren an einem Schlaganfall. Jene zwei Einspielungen der Goldberg-Variationen von 1955 und 1981 gehören zu den berühmtesten Veröffentlichungen Goulds. Auf seinem Grabstein sind sogar die ersten Takte der Goldberg-Variationen gemeißelt. Zu seiner Beerdigung wurde auch die Aria aus den Variationen gespielt.

Die Goldberg-Variationen

Die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach gelten für jeden Pianist als Mount Everest des Klavierrepertoires. Mit viel Respekt gehen die Musiker an dieses Werk von Johann Sebastian Bach, das er 1741 verlegen ließ. Der Schwierigkeitsgrad dieses Werkes ist hoch, nicht nur in der Technik mit seinen halsbrecherischen Anforderungen, sondern ganz besonders in der Interpretation

Das Werk, bestehend aus einer Aria, 30 Variationen und einem da Capo, schrieb Bach vermutlich für seinen Schüler Johann Gottlieb Goldberg. Dieser wollte damit seinen Herren, einem unter Schlafstörungen leidenden Grafen, eine angenehme Nachtruhe bescheren. Bach soll dafür den höchsten Lohn vom Grafen erhalten haben, den er je für eines seiner Werke ausgezahlt bekam.

   

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