Banksy ist kein Einzelfall - Pseudonyme in der Kultur

Welcher Komponist veröffentlichte unter anderem Namen?

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Kein Künstler ist zur Zeit wohl so gefragt und gleichzeitig so unbekannt, wie der Streetart Künstler „Banksy“. Jeder kennt seinen Namen und seine Werke, aber niemand weiß, wer wirklich dahinter steckt.
Der Brite ist aber nicht der erste und einzige Künstler, der seine Arbeit versteckt und unter einem Pseudonym veröffentlicht. Auch in der Musik taten dies schon einige.

Banksy – Wer ist das?

Banksys Kunst ist mittlerweile weltbekannt. Immer wieder tauchen irgendwo seine Kunstwerke auf. Allerdings wissen nur wenige Vertraute von ihm, wer sich wirklich dahinter verbirgt. Sein neustes Werk sind Ratten in einem U-Bahn Wagon in London, die für das Tragen von Schutzmasken werben sollen.

Auf seinem Instagram Account postete der Künstler ein Video, in dem zu sehen ist, wie eine mit Maske und weißem Schutzanzug vermummte Gestalt durch einen vollbesetzten Zug geht und an die Wände Ratten sprüht. Die Passagiere beobachten das Spektakel eher desinteressiert, erkennen nicht, wen sie da vor sich haben. Wie denn auch, Banksy setzt seine Zeichen anonym.

Pseudonyme in der Musik

Auch in der klassischen Musik wurde schon mit Pseudonymen und unter versteckter Identität gehandelt. Auch wenn die meisten Komponisten, wie Mozart oder Beethoven, den Ruhm unter ihrem Geburtsnamen einheimsten, gab es Ausnahmen, die sich lieber bedeckt hielten.

Der wohl bekannteste Komponist, der von dieser Methode Gebrauch machte, war wohl Johannes Brahms. Er tat dies aber nicht etwa um sich vor der Öffentlichkeit zu verstecken, sondern um seine Werke als wertvoller zu verkaufen, als sie eigentlich waren. Seine ersten Werke veröffentlichte Brahms fast ausschließlich unter Namen wie G. W. Marks oder Karl Würth und schrieb diesen Künstlern dann obendrein höhere Opuszahlen zu, was andeuten sollte, dass sie schon viele Werke veröffentlicht hatten. Damit verkauften sich seine Stücke mit höherem Wert.

Ein weiterer Komponist, der gerne und häufig Musikstücke unter einem Pseudonym veröffentlichte, war der Schweizer Komponist Max Leemann, von ihm lässt sich auch einiges unter dem Namen Lex Abel finden.

Musiker mit literarischem Pseudonym

Der französische Komponist und Pianist Camille Saint-Saëns war auch Schriftsteller. Diese Tatsache überrascht deshalb viele, da er seine literarischen Werke unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte. Hauptsächlich schrieb der Musiker Reiseberichte und wollte dabei nicht, dass diese sich nur wegen seiner Bekanntheit verkauften oder mit seiner Musik vermischt werden.

Die Gründe warum Pseudonyme verwendet werden, sind vielseitig, aber einer, der die große Kunst des Anonym-Bleibens perfekt beherrscht, ist wohl doch immer noch der britische Künstler Banksy.

Auch wer Beethoven auf Schrott spielt, verwendet schonmal ein Pseudonym. Dabei muss sich auch da niemand verstecken.

(A. Kohler)
   

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