Beethoven Perspektiven

Die große Konferenz in Bonn

beethoven-perspektiven © AdobeStock_gameboyfoto
Missmutig, ein Revoluzzer und einfach einzigartig...Komponist Ludwig van Beethoven. In der letzten Woche gab es allerdings eine Konferenz in Bonn, die versucht das Bild von ihm genauer zu zeichnen. Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt sind letzte Woche in Bonn zusammengekommen. Der Grund: der Kongress „Beethoven Perspektiven“. Christine Siegert, Leiterin der Forschungsabteilung im Beethovenhaus in Bonn: „Erstmal ist es so, dass Beethoven noch lange nicht ausgeforscht ist, wie man so sagt. Es gibt noch unglaublich viel zu entdecken bei Ludwig van Beethoven. Natürlich kommt es auch immer wieder vor, dass wir neue Quellen finden oder Quellen neu bewerten. Neue Erkenntnisse kommen natürlich hauptsächlich daher, dass sich auf der ganzen Welt Forscherinnen und Forscher mit Beethoven beschäftigen.“ Diese Forschungsergebnisse wurden letzte Woche vorgestellt. Folgende Themen wurden behandelt: Das "politische Beethoven", "A global Beethoven?", dem "Bonner Beethoven", dem "schaffenden Beethoven" und "Beethoven als Musik-Rezipienten".

Die Ergebnisse

Was ist dabei herausgekommen? Christine Siegert sagte uns: viel verschiedenes! „Zum Beispiel eine neue Quelle zu einem sehr unbekannten Werk von Beethoven; die Kantate „Der glorreiche Augenblick“ und da hat die Kollegin vom Mozarteum in Salzburg eine bislang unbekannte Salzburger Quelle vorgestellt, die belegt hat, dass dieses Stück auch weiterhin aufgeführt worden ist.“ Das zeigt, dass dieses Werk wohl doch häufiger gespielt wurde und damit doch bekannter war, als wir denken. Diese neue Quelle ist der Anreiz weiter zu forschen und neue Erkenntnisse über den Komponisten und seine Werke zu erlangen. Damit wird ein Stein ins Rollen gebracht, was andere Forscher vielleicht inspiriert. „Wo wir das Ergebnis von einem solchen, ins Rollen gebrachten Stein gesehen haben war, wo die Erzählung vom revolutionären Beethoven sehr stark relativiert wurde, sehr stark auf die Werke und auch die biografischen Hinweise eingegangen worden ist…wie staatstragend Beethoven war.“, so Siegert. Bei der allgemein verbreiteten Erzählung über Beethoven ist dieser Aspekt weniger vertreten. Und zu solchen größeren und höheren Erkenntnissen führen die Forschungsergebnisse, die bei einem Kongress, wie dem in der vergangenen Woche vorgestellt werden.

Das Bild von Beethoven

Die Aufgabe eines solchen Kongresses ist es das Bild von Beethoven zu verfeinern. Es geht nicht um eine Neudefinition, sondern um das Abgleichen verschiedener Meinungen, Spekulationen und Tatsachen, rund um den Komponisten. „Je mehr wir wissen, je mehr Aspekte wir in unser Bild einfügen, desto näher kommen wir vermutlich der historischen Wahrheit“, so Siegert.

Faszination Beethoven

Auf der einen Seite ist es natürlich ganz klar die Musik, die uns so fasziniert. Beethovens Kompositionen sind mit nichts zu vergleichen und so wundert es nicht, dass er zu den meistgespielten Komponisten gehört…weltweit! Aber das alleine macht nicht die Faszination Beethoven aus. „Er ist ein Komponist, der heute für uns wichtig ist, weil er unsere Identität mit prägt. Nicht zu Unrecht ist die „Ode an die Freude“ die Europa-Hymne.“ Aber auch die Persönlichkeit, zu der Beethoven durch äußere Umstände geworden ist, ist für viele noch heute ein großes Vorbild.

Und erst kürzlich wurde eine Haarlocke von ihm versteigert. Welche unfassbare Summe dafür gezahlt wurde, das können Sie hier lesen.

Was es in diesem besonderen Jahr, dem Beethoven Jahr zu entdecken gibt, das haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengestellt!

Wir sind gespannt, was es in der nächsten Zeit noch von Ludwig van Beethoven zu hören gibt! Wir halten Sie auf dem Laufende. Sowohl hier, als auch On Air, jeden Tag live in unserem Programm.
   

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