Vorlesetag als digitales Festival

Viele Promis und Themen von Fußball bis Märchen

bundesweiter-vorlesetag-als-digitales-festival © Julia
Rund ein Drittel der Eltern in Deutschland liest seinen Kindern nichts mehr vor. Der bundesweite Vorlesetag will das ändern - dieses Jahr mit einem digitalen Festival.

Nachhaltiger Spaß

Kindern vorzulesen macht nicht nur Spaß, es bringt den Kleinen auch richtig was, erklärt Franziska Hedrich von der Stiftung Lesen: "In erster Linie hat es einen Einfluss auf ihre sprachliche Entwicklung. Wenn man z.B. mit ihnen Pappbilderbücher anschaut und ihnen erklärt, was man sieht, dann hören sie Wörter, die man vielleicht so im Alltag gar nicht verwenden würde, die dann aber trotzdem bei ihnen präsent sind und die sie später verwenden können. Und das zieht sich dann auch weiter durch die Grundschule und weiter, dass sie dann ein unglaublich großes Vokabular bekommen."

Zu erschöpft und keine Bücher

Doch auch wenn die Mehrheit der Eltern in Deutschland ihren Kindern vorlesen, rund ein Drittel greift selten oder nie zum Bilderbuch, das hat jetzt eine neue Studie der Stiftung Lesen ergeben. Die Gründe sind vielfältig, unter anderem fühlten sich die Eltern nach der Arbeit zu erschöpft, teils sind zu wenig Vorlesebücher im Haus oder die Eltern gehen davon aus, dass den Kindern in der Kita oder im Kindergarten bereits genug vorgelesen würde. Rund 47% der Befragten, die angaben, dass sie ihren Kindern selten oder nie vorlesen, gab allerdings an, keine Lust zum Vorlesen zu haben. 

Weder Schauspiel noch Perfektion nötig

Das liegt oft an einer gewissen Voreingenommenheit gegenüber dem Vorlesen. Viele der Eltern glauben, sie müssten dafür schauspielern oder ihre Stimme verstellen und die Kinder zum ruhigen Zuhören zwingen. Andere scheuen sich davor, laut vorzulesen, 15% sagen sogar, sie könnten nicht gut genug lesen. Dabei ist für das Vorlesen keine Schauspielkunst oder Perfektion erforderlich. Es muss auch nicht gleich ein dickes Buch sein, manchmal reicht auch eine Kurzgeschichte von fünf Minuten. 

Märchen in 13 verschiedenen Sprachen

Um Eltern und Kinder wieder mehr für das Vorlesen zu begeistern, findet deshalb alljährlich der bundesweite Vorlesetag statt. Doch auch wenn die Veranstaltungen in Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder und Jugendlichen aufgrund der aktuellen Lage ausfallen, so ist dieses Jahr online umso mehr geboten. Gemäß dem diesjährigen Motto des bundesweiten Vorlesetags "Europa und die Welt" kann man sich bspw. das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" auf 13 verschiedenen Sprachen vorlesen lassen. 

Promis wie Annette Frier und Thomas Müller 

Außerdem sind beim digitalen Vorlesefestival zahlreiche Promis am Start. So liest z.B. Schauspielerin Annette Frier aus "Aschenputtel" vor, Kollegin Jella Haase setzt auf ein interaktives Vorleseformat, Autorin Cornelia Funke präsentiert einen Ausschnitt aus ihrem Roman "Der Drachenreiter" und Thomas Müller liest aus seinem Buch "Mein Weg zum Fußballprofi". Daneben sind auch zahlreiche Buchhandlungen, Bibliotheken und andere Einrichtungen mit Online-Veranstaltungen am Start. Eine Übersicht über die verschiedenen Veranstaltungen gibt es auf der Website des bundesweiten Vorlesetags

(K.Jäger) 


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